Freitag, 08. April 2016

Arbeitslosengeld erschlichen: Angeklagter soll 500.000 Euro zurückzahlen

Er soll 40 Personen zu unrecht Arbeitslosengeld verschafft und selbst mitkassiert haben. Laut Staatsanwaltschaft soll Erich Mulser an seinen Ex-Arbeitgeber, dem Fürsorgeinstitut INPS/NIFS, 500.000 Euro zurückzahlen. Der Angeklagte trat am Donnerstag ohne Verteidigung vor den Richter.

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Foto: © D

Der Fall hat seine Wurzeln im Jahr 2014 und ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Erich Mulser, Angestellter des Fürsorgeinstituts NISF/INPS in Neumarkt, soll die unrechtmäßige Auszahlung von Arbeitslosen-Geldern veranlasst und dabei selbst mächtig abkassiert haben. 

Als der Fall vor eineinhalb Jahren bekannt wurde, waren erst drei Personen ausfindig gemacht worden, die unrechtmäßig Gelder eingestrichen haben sollen (STOL hat berichtet). Darauf haben die Carabinieri 40 Personen als mutmaßliche Profiteure identifiziert.

Die Operation „Easy Money“ wurde von Staatsanwalt Igor Secco geleitet, 200.000 Euro der 40 Verdächtigen, allesamt in Bozen und Südtirol wohnhaft, wurden beschlagnahmt (STOL hat berichtet)

500.000 Euro an Schaden für INPS/NIFS

Nun soll Erich Mulser laut Staatsnawaltschaft am Bozner Rechnungshof 500.000 Euro an seinen Ex-Arbeitgeber zurückzahlen. Dies soll der Schaden sein, der dem NIFS/INPS entstanden sein soll. Am Donnerstag hinterlegte die Staatsanwaltschaft die entsprechende Forderung.

Der Angeklagte war bei der Verhandlung selbst anwesend, hatte jedoch keinen Verteidiger namhaft gemacht.

stol/em

stol