Der ungewöhnliche Schwertransport war der Grund, dass in der Nacht auf Mittwoch mehrere Straßen in Laas über Stunden für den Verkehr gesperrt waren.<BR /><BR />Gar manchem Verkehrsteilnehmer waren in den vergangenen Tagen ein überdimensionaler Transformator und mehrere Schwertransporter auf dem Parkplatz bei der Lourdeskirche aufgefallen. Der Transformator musste in der Nacht auf Mittwoch an seinen Bestimmungsort beim neuen Umspannwerk neben dem Kraftwerk Laas gebracht werden, was sich als große logistische Herausforderung erwies. <BR /><BR />Über mehrere Wochen wurde der Transport geplant, wie aus dem Laaser Rathaus verlautet. Es mussten technische Dokumentationen zusammen getragen, statische Gutachten sowie für den Transport Gutachten des Landesstraßendienstes und der Gemeinde Laas eingeholt, eine statische Überprüfung der Tragfähigkeit der zu befahrenden Brücken vorgenommen und weitere Genehmigungsverfahren abgewickelt werden. <h3> Mit ferngesteuertem Tieflader transportiert</h3>Am Dienstagabend um 20 Uhr war es dann so weit: Der Transformator wurde am Parkplatz bei Lourdeskirche auf einen ferngesteuerten Tieflader umgeladen und von diesem diesem über die Vinschgaustraße, die Etschbrücke, den Schießstandweg und die Brücke über den Laaser Bach zum Umspannwerk transportiert.<BR /><BR />Da die Tragfähigkeit der beiden Brücken nicht für ein Gewicht von mehr als 100 Tonnen ausgelegt war, musste eine spezialisierten Firma aus Reggio Emilia jeweils eine Behelfsbrücke über den bestehenden Brücken errichten. So lastete das gesamte Gewicht des Transformators samt Fahrzeug auf diesen Behelfsbrücken.<h3> Überfahrt über Behelfsbrücken gelingt</h3> Die Überfahrten gelangen zwischen 0.30 Uhr und 1.30 Uhr ohne Probleme, so dass anschließend die Behelfsbrücken wieder abgebaut werden konnten. Auch 4 Autokräne eines Spezialunternehmens aus Meran waren im Einsatz. <BR /><BR />Die Arbeiten wurden vor Ort von der Ortpolizei, Bürgermeisterin Verena Tröger und Gemeindereferent Arnold Rieger, Mitarbeitern der STA (da auch ein Bahnübergang unmittelbar betroffen war) und einigen Schaulustigen verfolgt. <BR /><BR />In den frühen Morgenstunden konnten die betroffenen Straßenabschnitte wieder für den Verkehr frei gegeben werden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="758459_image" /></div> <BR />Seit mehreren Monaten wird das Kraftwerk in Laas samt Druckleitung erneuert. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Produktion, der Transport und die Verteilung des Stroms getrennt, wie Andreas Bordonetti, der technische Direktor von Alperia Green Power, erläutert.<BR /><BR />Das Laaser Kraftwerk und seine Anlagen waren in die Jahre gekommen und so hatte das Energieunternehmen Alperia Green Power beschlossen, sie gründlich zu sanieren bzw. zu erneuern. Im Jahr 2018 wurde damit begonnen, die neue Druckleitungen zu verlegen, mit denen das Wasser von Bächen im Martelltal gefasst wird. <h3> Bis Jahresende soll alles fertig sein</h3>Seit einigen Monaten wird an der neuen Druckleitung gearbeitet, die direkt zum Kraftwerk Laas führt. Diese Arbeiten sind weitum sichtbar, da die Druckleitung über einen Berghang führt. „2 Drittel der Druckleitung sind inzwischen ausgetauscht“, berichtet Andreas Bordonetti. Der letzte Teil werde noch innerhalb des Jahres 2022 verlegt.<BR /><BR />Da man sich im Gebiet des Stilfser Joch-Nationalparkes befinde, sei man bedacht, den Eingriff in die Natur so gering wie möglich zu halten, betont der technische Direktor von Alperia Green Power. Es werde möglichst wenig gegraben und nur so viel Wald gerodet, wie unbedingt erforderlich sei. <BR /><BR />Ein Großteil der neuen Druckleitung sei parallel zur bestehenden verlegt worden; der verbleibende Teilstück müsse dann ausgetauscht werden. „Wenn die alte Druckleitung ausgedient hat, wird sie mit Sand gefüllt und verschwindet unter der Erde“, erklärt Bordonetti.<BR /><BR />Aufgrund der Arbeiten und des Austausches von Maschinen muss das Laaser Kraftwerk zeitweise auch still gelegt werden. So wird auch derzeit kein Strom produziert.<h3> Produktion, Verteilung und Transport werden getrennt</h3>Bisher waren Produktion, Verteilung und Transport des Stroms im Kraftwerk Laas vereint. Das wird sich nun ändern. Die Edyna errichtet in unmittelbarer Nähe ein Umspannwerk, zu dem in der Nacht auf Mittwoch ein rund 100 Tonnen schwerer Transformator gebracht wurde (siehe oben stehenden Bericht). Zudem verlegt die Terna als Verbundnetzbetreiber eine neue Hochspannungsleitung, die die 2 bisherigen ersetzt.<BR /><BR />