Samstag, 20. Juni 2015

Autobombe in jemenitischer Hauptstadt explodiert

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ist am Samstag in der Nähe einer Moschee eine Autobombe explodiert. Die Kiba-al-Mahdi-Moschee werde vor allem von Angehörigen der schiitischen Houthi-Miliz genutzt, berichteten Augenzeugen einer Nachrichtenagentur. Ob es durch den Anschlag Verletzte oder Tote gebe, sei noch unklar.

Symbolbild
Symbolbild - Foto: © shutterstock

Zweiter Gewaltakt in kürzester Zeit

Erst am Mittwoch hatte sich die sunnitische Extremisten-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) zu mehreren Anschlägen mit Autobomben bekannt. Dabei waren in der Nähe von Moscheen in Sanaa und des Hauptquartiers der Houthi-Rebellen mindestens 50 Menschen verletzt oder getötet worden.

Bis dato 2.600 Tote bei Konflikt in Jemen

Am Freitag waren die Friedensgespräche für den Jemen in Genf ohne Einigung auf einen Waffenstillstand zu Ende gegangen. Einen Termin für eine zweite Runde gibt es nach UNO-Angaben noch nicht.
In den Kämpfen zwischen Anhängern des ins Exil geflüchteten Präsidenten Abd-Rabbu Mansour Hadi und Houthi-Rebellen wurden bisher mindestens 2.600 Menschen getötet.

Der Konflikt ist auch eine Stellvertreter-Auseinandersetzung zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Das sunnitische Saudi-Arabien unterstützt die Kräfte Hadis durch Luftangriffe. Die Houthis sollen Hilfe vom Iran erhalten, der sich als Schutzmacht der Schiiten begreift.

apa/reuters

stol