Montag, 28. November 2016

Bad Aibling: Fahrdienstleiter chattete kurz vor dem Unglück

Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Fahrdienstleiter von Bad Aibling hat am Morgen des Zugunglücks in Oberbayern mehrmals auf seinem Handy mit Mitspielern eines Online-Videospiels gechattet.

Der Prozess rund um das Zugunglück in Bad Aibling geht weiter.
Der Prozess rund um das Zugunglück in Bad Aibling geht weiter. - Foto: © APA/DPA

Das sagte am Montag ein Mitarbeiter jener Firma aus, deren Spiel der 40-Jährige gespielt hatte. Ein Chat erfolgte nach den Aufzeichnungen der Firma rund zwölf Minuten vor dem Zusammenstoß der beiden Nahverkehrszüge am 9. Februar.

Die Befragung des Firmenmanagers aus Rumänien vor dem Landgericht Traunstein ergab auch, dass der Fahrdienstleiter sein Handy aktiv bedienen musste, um online spielen können.

Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn gestanden, bis kurz vor dem Zusammenstoß auf seinem Smartphone gespielt zu haben. Bei dem Fantasy-Rollenspiel „Dungeon Hunter“ geht es darum, Dämonen auszulöschen. Bei dem Unglück starben zwölf Menschen, 89 wurden teils lebensgefährlich verletzt.

dpa

stol