Mittwoch, 02. November 2016

Beben deformierten 600 Quadratkilometer Erdoberfläche

Die schweren Erdbeben in Mittelitalien haben die Erdoberfläche auf 600 Quadratkilometern deformiert.

Nach dem Beben ist Italien buchstäblich nicht mehr das, was es einmal war.
Nach dem Beben ist Italien buchstäblich nicht mehr das, was es einmal war. - Foto: © LaPresse

Das geht aus einer Auswertung von Daten hervor, die der Erdbeobachtungssatellit Sentinel 1 der Europäischen Weltraumbehörde Esa erfasst hat, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Mittwoch berichtete.

Den Bereich mit der stärksten Veränderung beschrieben die Wissenschaftler als Ellipse, die etwa 40 Kilometer lang und 15 Kilometer breit sei, sagte Stefano Salvi von der italienischen Erdbebenwarte INGV demnach. Am äußersten Rand des Bereichs habe sich der Erdboden rund drei Zentimeter abgesenkt, im Inneren – in der Gegend um das Dorf Castelluccio – bis zu 70 Zentimeter.

Außerhalb des ellipsenförmigen Bereichs habe sich der Boden um einige Zentimeter angehoben. Am Dienstag hatte die Erdbebenwarte noch von 130 Quadratkilometern Erdoberfläche gesprochen, die durch die schweren Erdbeben am vergangenen Mittwoch und Sonntag verändert wurden.

Am Mittwochnachmittag besuchte Präsident Sergio Mattarella das Erdbebengebiet. In dem schwer getroffenen umbrischen Ort Norcia sicherte er den Menschen Hilfe beim Wiederaufbau zu.

dpa

stol