Donnerstag, 03. November 2016

Bei Blumenverkauf Steuern von 2,5 Millionen Euro hinterzogen

Die Finanzpolizei hat 3 Holländer und einen Italiener geschnappt, die ihre Einnahmen in Bozen und anderen Gemeinden Südtirols nur teils oder gar nicht deklariert haben.

2,5 Millionen Euro an Steuern wurden von den Blumenverkäufern hinterzogen.
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2,5 Millionen Euro an Steuern wurden von den Blumenverkäufern hinterzogen. - Foto: © STOL

In den letzten Tagen hat die Aktion „TULIPANI“ (Tulpen) Früchte getragen: Der Finanzpolizei ist es gelungen, die Machenschaften von 3 Holländern und einen Italiener aufzudecken.

Mehrwertsteuer "vergessen"

Die 3 beschuldigten Holländer sollen in Bozen und im restlichen Land regelmäßig aus Lieferwagen Blumen und Pflanzen verkauft haben. Besonders bei speziellen Tagen, wie Valentinstag, Tag der Frau oder auch an Plätzen nahe von Friedhöfen sollen sie besonders erfolgreich gewesen sein. An sich nicht illegal, jedoch haben sie die Pflanzen mit Kassenbelegen ohne Mehrwertsteuer verkauft. Die nicht deklarierten Erträge schätzt die Finanzpolizei auf rund 6 Millionen Euro.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro hinterzogen

Der Italiener ging nach einem ähnlichen Schema vor: Er bevorzugte besonders Plätze im Zentrum von Bozen. Auch er verkaufte Blumen und Pflanzen ohne die gesamten Einnahmen zu erklären. Er soll Kassenbelege sehr oft auch gar nicht ausgestellt haben, wofür er schon einige Zeit vorher Strafen wegen mangelnder Ausstellung von Kassenbelegen erhalten hatte.

Jährlich soll der Italiener rund 10.000 Euro deklariert haben, allerdings schätzt man sein tatsächliches Einkommen auf etwa 700.000 Euro. Die Finanzpolizei erklärt, dass die 3 Holländer und der Italiener insgesamt 2,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. 

stol/sk

stol