Montag, 04. April 2016

Benko-Befragung: 34.000 Menschen stimmten ab

Bozen und die Pendler haben gewählt. Seit Dienstagmorgen wird ausgezählt. Die Entscheidung zum Benko-Projekt wird um 17 Uhr offiziell bekannt gegeben.

Die Auszählung hat begonnen. - Foto: fin
Badge Local
Die Auszählung hat begonnen. - Foto: fin

Eine Woche lang, vom 29. März bis zum 4. April, konnten die in Bozen Ansässigen und die Pendler in einer Volksbefragung ihre Stimme zum Benko-Projekt abgeben. Die Bürger konnten mitbestimmen, was mit dem Areal rund um den Bozner Busbahnhof in Zukunft passieren soll. Mehrere tausend Menschen haben diese Chance genutzt.

Fast 34.000 Menschen stimmten ab

Als die Wahlkabinen am Montagabend schlossen, hatte das Projekt des Nordtiroler Investors rund 33.961 Menschen zur Urne getrieben, 2610 davon waren Pendler. Gemessen an der Zahl der Wahlberechtigten (93.602 Bürger) entspricht dies einer Wahlbeteiligung von 36,28 Prozent. 

Gewählt werden konnte an 28 Sitzen in 21 Gebäuden, verteilt auf die Stadtviertel in Bozen, von 8 bis 20 Uhr.

Zu Beginn war der Zustrom am größten

Die Tage mit dem größten Zustrom an Wählern waren zweifelsfrei die ersten beiden Tage der Volksbefragung: Am Dienstag und am Mittwoch vergangener Woche nahmen an der Abstimmung jeweils rund 6500 Bürger teil.

Am Donnerstag gingen circa 5000 Menschen wählen, dann nahm die Zustrom merklich ab. Am Sonntag erreichte die Wahlbeteiligung ihr Tief: 3500 Menschen gingen zur Urne. Am Montag rafften sich noch einmal 4293 Bürger auf und gaben bei der Volksbefragung ihre Stimme ab.

Auch 16-Jährige und Pendler durften abstimmen

Zur Befragung waren alle Bozner zugelassen, die das 16. Lebensjahr am 29. März 2016 vollendet haben. Plus: Auch all jene Bürger konnten abstimmen, die "das Gemeindegebiet von Bozen regelmäßig besuchen". Voraussetzung dafür war, dass diese Personen wegen Schule, Ausbildung oder Arbeit nach Bozen kommen. 

Kommissär Penta will sich an Ergebnis halten

Und was passiert jetzt nach der Volksbefragung? "Für mich ist sie bindend", hatte der kommissarische Verwalter von Bozen, Michele Penta, auf einer Pressekonferenz im Frühjahr klar gestellt. Auch wenn die Wahlbeteiligung noch so gering, die Differenz zwischen Ja- und Nein-Stimmen noch so klein ausfalle. "Wichtig ist nur, dass es eine Mehrheit gibt", hatte der Kommissär gemeint. 

Dienstag ab 9 Uhr: Stimmen werden ausgezählt

Fleißiges Zählen in der Gummergasse. - Foto: fin

Die Auszählung der Stimmen begann am Dienstag, Punkt 9 Uhr, durch rund 30 Personen im Festsaal der Gemeinde und wird mit Spannung erwartet. Um 17 Uhr wird es eine Pressekonferenz geben. 

STOL berichtet via Liveticker...

stol

stol