Montag, 04. Juli 2016

Bergsteiger nach Nacht in Wand geborgen

Zwei Südtiroler Bergsteiger haben die Nacht auf Montag in der Wand der Grohmannspitze in der Langkofelgruppe verbracht. Am Montagmorgen wurden sie unverletzt geborgen.

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Zwei erfahrene Südtiroler Bergsteiger waren am Sonntag ersten Informationen zufolge auf der Dimai-Route bei der Grohmannspitze an der Südwand unterwegs. Auf dem Weg zurück gerieten die beiden in unwegsames Gelände.

Plötzlich passierte das Unglück: Ein Stein trennte das Seil der beiden ab: ein Weiterkommen war nicht mehr möglich. Da die Situation auf einen selbstständigen Abstieg aussichtslos geworden war, setzten die beiden Bergsteiger gegen 19.30 Uhr einen Notruf an die Landesnotrufzentrale 118 ab.

Es wäre am Abend keineswegs zu spät für eine Bergung gewesen, erklärte ein Sprecher der Bergrettung Gröden am Montagmorgen. Der Nebel machte es jedoch unmöglich, die beiden mittels Hubschrauber zu holen.

Eine Rettung zu Fuß musste ebenfalls ausgeschlossen werden, da die genaue Position der beiden nicht bekannt war, man jedoch wusste, dass es zu lange dauern würde, sie zu Fuß zu erreichen.

"Nacht kalt, aber zum Aushalten"

So wurde die Bergung für Montagmorgen organisiert. Die beiden Bergsteiger indes verbrachten die Nacht in der Wand, lediglich mit Jacken ausgerüstet, da sie keinen Biwag bei sich hatten. "Aber das war schon in Ordnung: Die Nacht war zwar kalt, aber zum Aushalten", erklärte der Sprecher der Bergrettung.

Um 6 Uhr am Montag startete dann der Rettungshubschrauber Pelikan 1 mit Flugretter. Die beiden Bergsteiger wurden mittels Seilwinde geborgen, ins Tal und anschließend zu ihrem Auto am Sellajoch gebracht.

stol/liz

stol