Dienstag, 11. August 2015

Berufsfeuerwehr warnt: Trinkwasser sparen!

Die Hitze und vor allem der ausbleibende Regen führen auch in Südtiroler Gemeinden dazu, dass das Trinkwasser knapp wird. Die Berufsfeuerwehr Bozen ruft deshalb alle Bürger dazu auf, möglichst sparsam mit dem kostbaren Gut umzugehen.

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Foto: © APA/EPA

Bereits seit einiger Zeit transportiert die Berufsfeuerwehr Bozen regelmäßig Trinkwasser nach Kohlern. In den vergangenen Tagen kam aufgrund eines technischen Defekts auch die Gemeinde Ritten dazu, am Dienstag müssen die Männer auch nach Eppan Wasser transportieren.

"Die lange Trockenheit hat dazu geführt, dass manche Quellen weniger Wasser führen, und es kommt zu Wasserknappheit. Auch ein spontaner Regenguss würde das nicht sofort ändern, die Quellen brauchen jetzt etwas Zeit, sich zu erholen", erklärt Florian Schroffenegger, Offizier der Berufsfeuerwehr Bozen, im Gespräch mit STOL.

Mit Fahrzeugen unterschiedlicher Tankgrößen - jener für Kohlern fasst 15.000 Liter Wasser, jener für den Ritten, wo die Zufahrtsstraßen enger sind, nur 3000 Liter - transportiert die Feuerwehr Wasser für Gemeinden in Not. Dieses erhält sie je nach Gemeinde aus anderen Quellen, die noch genügend Wasser führen.

"Bevor wir den Tank befüllen, wird die Qualität des Trinkwassers geprüft. Anschließend wird es für den Transport leicht chloriert. Das dient dazu, um eine gute Qualität zu garantieren. Auch das Trinkwasser in den Leitungen ist meist chloriert, allerdings so gering, dass man es weder schmeckt noch riecht", berichtet Schroffenegger. Bevor das Wasser anschließend ins Netz der bedürftigen Gemeinde gespeist wird, folgt noch einmal eine Qualitätsprobe. 

Doch auch die Berufsfeuerwehr kann nicht unendlich viel Wasser liefern: "Heute (Dienstag, Anm. d. R.) fahren wir ein bis zwei Mal nach Kohlern, ein Mal nach Eppan und sieben bis acht Mal auf den Ritten. Wir versuchen, das Nötigste zu tun, doch mehr geht nicht. Deshalb wird sicher auch bald in den betroffenen Gemeinden ein Gießverbot ausgesprochen werden", so der Offizier. Das schon knappe Wasser dürfe nicht für einen grünen Rasen verschwendet werden.

Generell sei es in so trockenen Zeiten wie diesen angebracht, besonders gewissenhaft mit dem Verbrauch von Wasser umzugehen, betont Schroffenegger abschließend. 

stol/liz

stol