Samstag, 27. Juni 2015

Bisher zehn Opfer des Anschlags identifiziert

Nach dem islamistischen Anschlag auf ein Urlauberhotel in Tunesien mit 39 Toten sind nach Angaben der tunesischen Behörden bisher zehn der Toten identifiziert worden.

Foto: © LaPresse

Es handle sich um acht Briten, eine Belgierin und einen Deutschen, sagte Naoufel Somrani vom tunesischen Gesundheitsministerium am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Weitere 39 Menschen seien bei dem Anschlag im Urlaubsort Sousse am Freitag verletzt worden, darunter vor allem Briten, Deutsche und Belgier.

Der britische Premierminister David Cameron warnte am Samstag, seine Landsleute müssten sich darauf einstellen, „dass viele der Getöteten Briten waren“. Österreicher sind weder unter den Toten noch unter den Verletzten, wie Außenministeriumssprecher Martin Weiss am Samstag gegenüber der APA sagte.

Die Identifizierung der Toten sei schwierig, erklärte das tunesische Ministerium.

Die meisten Opfer seien am Strand oder am Swimmingpool des Hotels getötet worden, wo sie Badekleidung trugen und keine Papiere bei sich hatten.

Ein Attentäter war am Freitag auf das Gelände des bei europäischen Touristen beliebten Hotels Riu Imperial Marhaba in Port el Kantaoui bei Sousse eingedrungen und hatte mit einem Maschinengewehr 38 Urlauber erschossen, bevor er selbst getötet wurde.

Die islamistische Miliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich im Internet zu dem Anschlag (STOL hat berichtet).

apa/afp

stol