Donnerstag, 04. Januar 2018

Bluttat in Familie - Zehnjährige in Wiener Spital gestorben

Ein zehnjähriges Mädchen, das am Mittwoch leblos in einer Wohnung in Wien-Leopoldstadt aufgefunden wurde, ist in der Nacht im Wiener Donauspital gestorben.

Mann löschte gesamte Kleinfamilie aus Foto: APA (Punz)
Mann löschte gesamte Kleinfamilie aus Foto: APA (Punz)

Laut Krankenanstaltverbund war die Todesursache „Sauerstoffmangel durch vorhergehendes Erwürgen oder Strangulieren”. Der Vater (41) war zuvor durch einen Fenstersturz zu Tode gekommen. Die Mutter (45) wurde erstochen.

Tatwerkzeug sei eine Art Gummischnur gewesen. Die Obduktionen der Eltern des nunmehr ebenfalls verstorbenen Mädchens waren für Donnerstag angesetzt. Welche Umstände die beiden Tötungsdelikte ausgelöst hatten, war nach Angaben von Steirer noch ungewiss.

Die Ermittler gingen davon aus, dass der Familienvater (41), ein Angestellter, verantwortlich zu machen sei. Nach den Taten habe er sich wohl aus dem Fenster gestürzt.

Passanten entdeckten Mittwochvormittag die Leiche des Mannes im Bereich Miesbachgasse bei der Oberen Augartenstraße und verständigten die Polizei. Die Wohnung wurde aufgebrochen. Dort wurde das ganze Ausmaß des Falles klar. Die Leiche der 45-jährigen Ehefrau, eine gebürtige Serbin, wies mehrere Stichverletzungen auf. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde sichergestellt.

Das einzige Kind, die zehnjährige Tochter, wurde mit lebensgefährlichen Halsverletzungen aufgefunden. Sie sollte das Bewusstsein nicht wiedererlangen.

Die Familie sei zuvor nicht polizeilich aufgefallen, sagte die Sprecherin. „Es gab keine bekannten Vorfälle und keine vorhergegangenen Einsätze.”

apa

stol