Dienstag, 28. Mai 2019

Bozen: Auffällige Bürger aus Stadtzonen „verbannen"

In Bozen wird es bald möglich sein, Personen aus gewissen Stadtbereichen zu „verbannen“. Damit soll es Drogenhändlern, alkoholisierten oder gewaltbereiten Bürgern schwer gemacht werden. Bürgermeister Renzo Caramaschi hat den sogenannten „Daspo urbano“ durchgeboxt, obwohl die Grünen damit ganz und gar nicht einverstanden sind.

Der „Daspo“ wird unter anderem im Bahnhofspark gelten.
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Der „Daspo“ wird unter anderem im Bahnhofspark gelten. - Foto: © D

„Es ist kein Wundermittel, aber ein kleiner Baustein hin auf dem Weg zu mehr Sicherheit“, meinte Caramaschi am Montag nach der Stadtratssitzung. Wochenlang hat er nun seine Koalitionspartner „bearbeitet“ und auch beim Quästor vorgesprochen, um die Maßnahme in die Stadtpolizeiordnung einzufügen. Nun fehlt nur noch die Genehmigung im Gemeinderat, die innerhalb der nächsten Wochen folgen soll.

Dann wird es den Ordnungshütern in Bozen möglich sein, Personen, die auffällig werden, aus gewissen Zonen zu entfernen (der „Daspo“ gilt in einem Umkreis von 300 Metern der Zone). Jeder „Daspo“, der ausgestellt wird, muss jedoch vom Quästor bestätigt werden. Wenn eine Person sich nicht an die Verordnung hält, folgen weitere Verweise und schlussendlich ist auch eine Ausweisung möglich. 

Der „Daspo“ wird an folgende Orten gelten: Bahnhofspark, Bahnhofplatz und Bahnhofsstraße, Rittner Straße, Siegesplatz und -park, Nazim-Hikmet-Passage, Rom- und Garibaldistraße, Südtiroler und Perathonerstraße, Verdiplatz, Kapuzinergasse und -park.

D/pir

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol