Mittwoch, 28. Oktober 2015

Bozen: Chef des Heimatpflegeverbands bedroht

Mehr als nur einige Schrecksekunden hat der Geschäftsführer des Südtiroler Heimatpflegeverbands Josef Oberhofer am Mittwochvormittag erleben müssen. Zwei Frauen sollen in sein Verbands-Büro im Bozner Waltherhaus eingedrungen sein und ihn mit einem Messer bedroht haben.

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Es war gegen 8.30 Uhr, als Geschäftsführer Josef Oberhofer, der sich zu dieser Zeit nicht in seinem Büro befand, Geräusche aus seinem Arbeitszimmer vernahm. Als er das Büro betrat, traf er dort auf zwei unbekannte Frauen. Daraufhin verständigte Oberhofer die Polizei.

Bis zum Eintreffen der Beamten wollte Oberhofer die Frauen im Büro festhalten. Da er vermutete, bei den Unbekannten könnte es sich um Einbrecherinnen handeln, durchsuchte er die Handtasche einer der Frauen und fand darin, eigenen Angaben zufolge, sein Handy. Seine Brieftasche habe er später versteckt im Flur entdeckt.

Frau soll Oberhofer mit Messer bedroht haben

Doch damit nicht genug: Während Oberhofer auf die Polizei wartete, soll eine Frau ein Messer gezückt haben und den Geschäftsführer des Heimatpflegeverbands bedroht haben. Oberhofer griff zu einer Schere – damit wollte er sich im Ernstfall verteidigen.

Dazu kam es allerdings nicht: Oberhofer ließ die Frauen, noch bevor die Polizei eintraf, laufen. Denn wie er berichtete, sei dies nicht das erste Mal gewesen, dass er Opfer eines Verbrechens geworden war: Bereits vor einigen Jahren hätten ihn Unbekannte ausgeraubt und verprügelt. Eine Verletzung am Kiefer musste damals im Krankenhaus behandelt und genäht werden.

Bozner Quästur ermittelt

Den aktuellen Übergriff hat Oberhofer zur Anzeige gebracht. Nun ermittelt die Bozner Quästur. Die Ermittler können dabei auf einen Schnappschuss von Oberhofer zurückgreifen: Unmittelbar bevor er beschloss, die Frauen laufen zu lassen, hatte er ein Foto von den beiden Ausländerinnen geschossen.

stol

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