Freitag, 17. Juli 2020

Bozen gedenkt der Opfer des Attentates von 1992 in Palermo

In Bozen fand am heutigen Freitag eine Gedenkminute für Richter Paolo Borsellino und seine Leibwächter statt, die 1992 bei dem Anschlag getötet worden sind.

Bozen begeht Jahrtag des Bombenattentates in der Via D'Amelio in Palermo.
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Bozen begeht Jahrtag des Bombenattentates in der Via D'Amelio in Palermo. - Foto: © Stadt Bozen
Die Stadt Bozen gedachte Richter Paolo Borsellino und seiner Leibwächter Agostino Catalano, Walter Eddie Cusina, Vincenzo Li Muli, Claudio Traina und Emanuela Loi. Loi war die erste Frau, die als Personenschutzbeauftragte tätig war und die erste Angehörige der Staatspolizei, die im Dienst ums Leben gekommen ist.

Richter Borsellino und seine Begleitleute wurden am 19. Juli 1992 bei dem Bombenattentat in der Via D'Amelio in Palermo getötet. In Vertretung von Bürgermeister Renzo Caramschi hat Stadträtin Monica Franch im Namen der Bevölkerung der Stadt Bozen einen Blumenstrauß an der Gedenktafel für die beiden Richter Borsellino und Falcone neben dem Gerichtsgebäude niedergelegt.

„Tragende Säulen der kollektiven Erinnerung unserer Gesellschaft“

An der Gedenkfeier nahmen neben Regierungskommissar Präfekt Vito Cusumano auch verschiedene Vertreter aus der Politik und der Zivilgesellschaft sowie Vertreter des Militärs, der nationalen Richtervereinigung, des ANPI und von Libera teil. „Wir gedenken hier heute der Männer und Frauen, die den Kampf gegen die Mafia mit dem wertvollsten Gut, nämlich ihrem Leben, bezahlt haben,“ sagte Stadträtin Monica Franch.


„Sie sind die wahren Heldinnen und Helden des Gesetzes. Für Richter Giovanni Falcone und seinen Freund und Kollegen Paolo Borsellino waren Freiheit, Gerechtigkeit, Moral, der unermüdliche Kampf gegen die Mafia und vor allem der Mut die Werte, die sie bei jeder ihrer Handlungen begleitet haben. Diese Werte haben ihre Arbeit und ihr Leben geprägt.“, so Stadträtin Franch.

„Falcone und Borsellino sind zwei tragende Säulen der kollektiven Erinnerung unserer Gesellschaft und ein leuchtendes Beispiel für künftige Generationen. Daher ist es unsere Aufgabe, dieses moralische Erbe weiterzutragen. Der Mut, den diese Frauen und Männer bewiesen haben, soll uns Verpflichtung sein.“, so Franch weiter.

stol