Mittwoch, 04. April 2018

Brand in Moskauer Einkaufszentrum: Ein Toter

Rund eine Woche nach der Katastrophe in Sibirien ist es in Russland wieder zu einem Brand in einem Einkaufszentrum gekommen. Im Moskauer Kaufhaus „Persej dlja detej“ (Perseus für Kinder) sei ein Mitarbeiter dabei ums Leben gekommen, teilte das Gesundheitsministerium in der russischen Hauptstadt am Mittwoch mit.

Der Brand forderte einen Toten.
Der Brand forderte einen Toten. - Foto: © shutterstock

Mindestens 6 Feuerwehrleute kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Die Kunden seien alle unversehrt geblieben. Das Feuer war nach ersten Ermittlungen im Lager einer Spielzeugabteilung des Shoppingcenters im Osten der Millionenmetropole ausgebrochen. Rund 600 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, 20 wurden aus den Flammen gerettet. Das Feuer auf einer Fläche von rund 80 Quadratmetern war nach wenigen Stunden gelöscht.

Kabelbrand vielleicht Brandursache 

Die genaue Brandursache war zunächst nicht bekannt. Die Ermittler gehen der Agentur Interfax zufolge von Fahrlässigkeit aus. Möglicherweise habe ein Kabelbrand im sechsten Stock das Feuer ausgelöst, hieß es. Das auf Kinderartikel spezialisierte Einkaufszentrum war 2009 auf einem alten Fabrikgelände eröffnet worden.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach den Angehörigen des Todesopfers sein Beileid aus. Er betonte, dass alle Sicherheitsvorkehrungen funktioniert hätten. „Die Einsatzkräfte haben sich heldenhaft verhalten“, twitterte der Stadtpolitiker.

In der vergangenen Woche hatte ein Brand in der sibirischen Industriestadt Kemerowo das ganze Land erschüttert. Mehr als 60 Menschen waren dabei ums Leben gekommen, darunter rund 40 Kinder. Das Feuer war nahe einer Spielecke in einem Einkaufszentrum ausgebrochen, viele Menschen waren in einem Kinosaal eingeschlossen worden.

Politiker und Experten kritisierten, dass in dem Einkaufszentrum die Brandschutzregeln kaum eingehalten wurden. Präsident Wladimir Putin versprach daraufhin eine genaue Überprüfung der Sicherheitsstandards im ganzen Land. In öffentlichen Gebäuden und Einkaufszentrum gab es seitdem immer wieder Feuerübungen und Tests im Ablauf der Rettungsmaßnahmen.

apa/dpa 

stol