Montag, 25. April 2016

Brenner: Nach dem Chaos die Proteste

Bei einer neuerlichen Demonstration am Brenner kam es erneut zu Ausschreitungen. Die Polizei musste Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzen, Wasserwerfen standen in Bereitschaft. Nach den Protesten kommt es jedoch zu Anschuldigungen: Aus dem Lager der Demonstranten.

Erneut kam es bei einer Kundgebung zu Ausschreitungen.
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Erneut kam es bei einer Kundgebung zu Ausschreitungen. - Foto: © APA

Erneut war es bei einer Kundgebung "gegen Grenzen" am Brenner zu Zwischenfällen gekommen (STOL hat berichtet). 

Demonstranten attackierten die Polizei. Foto: APA

Im Laufe der Demonstration nahmen die österreichischen Ordnungshüter einen Demonstranten, der per Lautsprecher zur Menge gesprochen haben soll, vorübergehend fest. 

Dabei handelte es sich um den italienischen Aktivisten Gianmarco De Pieri. Dieser erhebt nun schwere Vorwürfe, er sehe sich als Opfer "politischen Kidnappings".

„Der einzige Vorwurf der Tiroler Polizei ist, dass ich per Lautsprecher geredet habe“, betonte der linksradikale Aktivist aus Bologna.

Auch Linksparlamentarier protestieren

De Pieri erklärte sich erschüttert. „Die Festnahme war eine unerwartete, unbegründete und unlogische Polizeiaktion. Es ist unannehmbar, dass ein italienischer Bürger so behandelt wird. Auch das italienische Außenministerium und der italienische Botschafter in Österreich haben sich aktiviert“, berichtete De Pieri laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Der italienische Linksparlamentarier Nicola Fratoianni hatte gegen die Festnahme des Demonstranten protestiert. Die Festnahme des Aktivisten, während sich die Kundgebung bereits auflöste, bezeichnete der Parlamentarier als „unbegründet“.

stol/apa

stol