Freitag, 02. Oktober 2020

Brustkrebs frühzeitig erkennen

Unter dem Motto „Ich schau auf mich – und du?“ sensibilisiert die Südtiroler Krebshilfe zum Thema Früherkennung und Vorsorge von Krebserkrankungen. Dieses Mal im Fokus: Wie frau Brustkrebs vorbeugen bzw. rechtzeitig erkennen kann.

Jede Frau sollte monatlich ihre Brust abtasten, am besten nach der Regelblutung. Veränderungen können so rechtzeitig erkannt werden.
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Jede Frau sollte monatlich ihre Brust abtasten, am besten nach der Regelblutung. Veränderungen können so rechtzeitig erkannt werden. - Foto: © Krebshilfe
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Jede 8. bis 9. Südtirolerin erkrankt im Laufe ihres Lebens an diesem Tumor. Die höchste Erkrankungsrate ist nach dem 50. Lebensjahr zu verzeichnen. Allerdings erhalten relativ häufig auch jüngere Frauen ab dem 35. Lebensjahr diese Diagnose, die das Leben verändert. Glücklicherweise ist Brustkrebs jedoch kein Todesurteil mehr.

„In vielen Fällen gilt, je früher die Krankheit erkannt wird, umso größer ist die Chance auf Heilung. Regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen, ist deshalb immens wichtig“, erläutert Dr. Martin Steinkasserer, Primar an der Abteilung Gynäkologie im Krankenhaus Bozen. Für Brustkrebs gibt es nämlich keine Frühsymptome. Das erste Zeichen ist meist ein schmerzloser Knoten in der Brust. Auch die Selbstuntersuchung der Brust kann daher dazu beitragen, Unregelmäßigkeiten frühzeitig zu erkennen.

Jede Frau sollte monatlich ihre Brust abtasten, am besten nach der Regelblutung. Veränderungen können so rechtzeitig erkannt werden: Beim Erspüren von Knoten im Gewebe, Veränderungen der Brustwarzen oder der Brustgröße, Hautauffälligkeiten oder Schwellungen in der Achselhöhe empfiehlt es sich, sofort den Frauenarzt aufzusuchen. „Wir Frauenärzte können lediglich dafür Sorge tragen, dass Krebs so früh wie möglich entdeckt wird“, so Martin Steinkasserer. Das Brustdrüsengewebe ist zeitlebens sehr stark von inneren und zum Teil von äußeren Faktoren abhängig.

Eine ganz besondere Rolle spielt hierbei der Einfluss der Hormone und damit Faktoren wie das Alter bei der ersten Regel, Beginn der Menopause, Anzahl der Schwangerschaften und der Zeitraum der Stillaktivität eine ganz besondere Rolle. Des Weiteren kann auch die familiäre Belastung wichtig sein. Etwas dazu beitragen, dass Brustkrebs erst gar nicht entsteht, kann hingegen jede Frau. Manche, nicht alle der Risikofaktoren sind nämlich eng mit dem persönlichen Lebensstil verbunden. So haben Frauen mit viel Bewegung ein niedrigeres Brustkrebsrisiko. Einseitige oder falsche Ernährung sowie Alkohol und Nikotin können hingegen Brustkrebs begünstigen. Diese Faktoren lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden oder zumindest reduzieren.

stol