Montag, 11. Juli 2016

Burggrafenamt: Am Tag nach dem Unwetter - Video

Die Abkühlung kam abrupt und heftig: Ein starkes Unwetter hat am Sonntagabend im Burggrafenamt gewütet. Wassermassen stürzten in kürzester Zeit vom Himmel, Bäche traten über die Ufer, Brücken wurden weggerissen. Die Bilanz am Morgen danach.

In der Gemeinde Dorf Tirol hat das Unwetter besonders den Ortsteil St. Peter heimgesucht. - Foto: FFW Tirol/Facebook
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In der Gemeinde Dorf Tirol hat das Unwetter besonders den Ortsteil St. Peter heimgesucht. - Foto: FFW Tirol/Facebook

Das Burggrafenamt trägt pink: Noch in der Nacht stellte Dieter Peterlin, Meteorologe beim Landeswetterdienst, auf Twitter eine Wetterkarte online. Darauf zu sehen:der Niederschlag der vergangenen Stunden. Über dem Meraner Raum hängt ein pink-roter Flecken. Stärkste Niederschlagsintensität, erklärte Peterlin in knappen Worten.

Innerhalb kürzester Zeit hatte sich die Lage im Burggrafenamt am späten Sonntagabend gedreht. Der warme Sommertag klang mit heftigem Niederschlag aus. Eine Unwetterwarnung war herausgegeben worden, mit Starkregen und zum Teil Hagel sollte gerechnet werden.

Wie ein Wolkenbruch

Als der Regen dann am Abend über das Burggrafenamt hereinbrach, kam es zu wolkenbruchartigen Szenen. Über dem Höllental in der Gemeinde Partschins ging Starkregen nieder, Hagel entlud sich über dem Tschigat und der Rötelspitze. Spitzenreiter war laut Peterlin die Wetterstation Meran Gratsch: 57 Millimeter Niederschlag wurde dort verzeichnet, das meiste fiel innerhalb einer halben Stunde.

Foto: FFW Partschins/Facebook

 

Mure verlegt Zufahrt zu 7 Höfen

Eine extreme Wetterlage, die Folgen hatte: Im Höllental bei Tabland löste sich eine gewaltige Mure. Sie riss 3 Brücken mit (hier der gesamte Bericht dazu). „Insgesamt sind 7 Höfe ohne Zufahrt“, sagte der Partschinser Feuerwehrkommandant Hans Steck den „Dolomiten“.

Foto: FFW Partschins/Facebook

 

In der Gemeinde Dorf Tirol wurden die Feuerwehren von Gratsch und Zenoberg zu Einsätzen in den Ortsteil St. Peter gerufen. Ein Waal war übergelaufen und hatte mehrere Gebiete unter Wasser gesetzt. Zudem waren Erdrutsche gemeldet worden. 

Eine Mure vor dem Fenster - Szenen aus St. Peter - Foto: FFW Tirol/Facebook

 

Gewitterfolgen auch auf der Töll und in Algund

Wie die „Dolomiten“ (Montag-Ausgabe) berichten, trat zudem der Mühlbach in Algund über die Ufer. Im Breitenofenweg wurden zahlreiche Keller und Garagen überflutet. Sie mussten von der Feuerwehr ausgepumpt werden. Auf der Töll wiederum drohte der Töllgraben überzulaufen. Die Feuerwehr sperrte deswegen kurzzeitig die Brücke. 

Foto: FFW Algund

Danach folgten weitere Einsätze mit überfluteten Kellern und Garagen. Auch der Grabbach führte viel Material. Wie die FFW Algund am Montag erklärt, traf es die Anwohner im Breitofenweg wohl am Schlimmsten: Dort wurde die Verrohrung des Mühlbaches durch das mitgeführte Material verlegt, die Häuser verschlammt.

Am Montagmorgen begannen die Wehren mit den Aufräumarbeiten.

Foto: FFW Partschins/Facebook

 

stol

stol