Samstag, 11. April 2015

Cevedale: Deutsche in Gletscherspalte gestürzt

Die Marteller Bergretter mussten am Samstag aufgrund eines Bergunfalles ausrücken.

Hier ereignete sich das Unglück.
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Hier ereignete sich das Unglück.

Um kurz nach 11 Uhr wurde der Bergrettungsdienst Martell alarmiert. Eine Skitourengruppe aus Stuttgart, die sich auf dem 3769 Meter hohen Cevedale befand, hatte einen Notruf abgesetzt. Die Gruppe berichtete, Hilfeschreie zwischen Cevedale und Zufallhütte auf rund 3200 Metern gehört zu haben.

„Nach einer nicht erfolgreichen Suche auf Marteller-Gebiet und ergebnislosen Rückruf an die Stuttgarter Skitourengruppe, wurde die Suche auf den Cevedale-Gipfel ausgeweitet. Die Skitourengruppe wurde auf der Südseite des Cevedale auf 3400 Meter Höhe im spaltenreichen Gletschergebiet entdeckt“, berichtet der Marteller Bergretter Roman Eberhöfer.

Eine 46-jährige Frau aus Kaufbeuren war beim Aufstieg von der Cevedale-Hütte zur Zufallspitze rund 15 Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt.

Ihre drei Begleiter und die absteigende Gruppe, die die Hilferufe gehört hatte, versuchten die Frau aus der misslichen Lage zu befreien. Doch auch ihr Ehemann stürzte in eine parallel-laufende Spalte. Bis zum Eintreffen der Rettungsmannschaft konnten die zwei Personen von der gut ausgerüsteten Gruppe aus den Gletscherspalten befreit werden.

Der Mann blieb unverletzt, die Frau hatte starke Unterkühlungen und ein Kopftrauma erlitten. Nach Erstversorgung wurde die 46-Jährige vom Rettungshubschrauber Pelikan 1 mittels Seilwinde geborgen und ins Krankenhaus Schlanders geflogen.

Die zurückgebliebene Gruppe wurde von der BRD-Mannschaft, die mit insgesamt sieben Mann im Einsatz war, bis zum Zufallgipfel begleitet und von dort zum Parkplatz von Hintermartell gebracht.

stol

stol