Mittwoch, 19. Oktober 2016

Chinesischen Astronauten gelingt Andockmanöver an Raumlabor

Zwei Tage nach dem Start hat das chinesische Raumschiff „Shenzhou 11“ mit zwei Astronauten an Bord erfolgreich an Chinas Raumlabor „Tiangong 2“ angedockt. Das hat am Mittwoch Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichte.

Nach 2024 könnten die Chinesen den einzigen Außenposten im All haben.
Nach 2024 könnten die Chinesen den einzigen Außenposten im All haben.

Das ferngesteuerte Manöver klappte demnach ohne Probleme und alle Systeme funktionierten bestens. Die beiden Besatzungsmitglieder Jing Haipeng und Chen Dong, die am Montag ins All gestartet waren, sollen 30 Tage in dem Labor bleiben und dabei Wartungsarbeiten und wissenschaftliche Experimente durchführen.

Längste Mission der Chinesen

Es ist damit die bislang längste bemannte Raumfahrtmission der Chinesen. Das Raumlabor „Tiangong 2“ ist Chinas zweites Raumlabor und wurde vergangenen Monat in die Erdumlaufbahn geschossen.
In dem neuen Labor können die zwei Astronauten länger als im Vorgängermodell leben. Auch hat „Tiangong 2“ eine höhere Ladekapazität und lässt sich erstmals auftanken. Die Astronauten sollen es bequemer haben und sogar Fernsehprogramme von der Erde empfangen können.

Plan ist Bau einer Raumstation

Die Experimente und auch die Andockmanöver auf der Mission sind wichtige Voraussetzungen für den Bau einer eigenen chinesischen Raumstation, die um das Jahr 2022 herum fertig werden soll. Sollte die Internationale Raumstation (ISS) wie vorgesehen 2024 ihren Dienst einstellen, wäre China danach die einzige Nation mit einem permanenten Außenposten im All.

dpa

stol