Donnerstag, 02. April 2015

Copilot informierte sich im Internet über Suizid

Neue Erkenntnisse zum Germanwings-Absturz: Der Copilot hat sich nach Angaben der Ermittler vor dem Katastrophenflug im Internet über Suizid und die Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren informiert.

Die Absturzstelle der Germanwings-Masschine -  Archivbild
Die Absturzstelle der Germanwings-Masschine - Archivbild - Foto: © APA/EPA

Bis zum Tag vor der Katastrophe am 24. März habe er in Suchmaschinen solche Begriffe eingegeben, teilten die Ermittler mit.

„Der Browserverlauf war nicht gelöscht, insbesondere konnten die in der Zeit vom 16.3. bis zum 23.3.2015 mit diesem Gerät aufgerufenen Suchbegriffe nachvollzogen werden“, teilte die Staatsanwaltschaft nach Auswertung eines Computers mit, der in der Düsseldorfer Wohnung des 27-Jährigen gefunden wurde.

Am Donnerstag sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde in Düsseldorf, der Nutzer des Tablets habe sich „zum einen mit medizinischen Behandlungsmethoden befasst, zum anderen über Arten und Umsetzungsmöglichkeiten einer Selbsttötung informiert“.

Informierte sich auch über die Sicherheit im Cockpit

An mindestens einem Tag habe er sich auch über mehrere Minuten mit Suchbegriffen über Cockpittüren und deren Sicherheitsvorkehrungen auseinandergesetzt. Welche Begriffe genau in Suchmaschinen eingegeben wurden, behielt die Behörde für sich. Weitere Ermittlungsergebnisse seien in den nächsten Tagen nicht zu erwarten, hieß es. 

Der Copilot wird verdächtigt, seinen Kollegen aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit Absicht in die Katastrophe gesteuert zu haben. 

apa/dpa

stol