Mittwoch, 30. September 2015

Der September war schon richtig zum Bibbern

Die bisher frischeste Nacht in diesem Herbst liegt hinter uns. Es hat auch schon heruntergeschneit. Und: Es war der erste "zu kühle" Monat seit dem August des vergangenen Jahres. Die Rede ist vom September, der mit Mittwoch zu Ende geht.

Schnee zum astronomischen Herbstanfang: Das Bild wurde am 23. September auf der Plose mit 25 Zentimetern Neuschnee aufgenommen.
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Schnee zum astronomischen Herbstanfang: Das Bild wurde am 23. September auf der Plose mit 25 Zentimetern Neuschnee aufgenommen.

St. Jakob in Pfitsch -4.1°, Prettau -4.0°, Rein i.T. -3.0° und Toblach -2.2°: So frisch, wie in der Nacht auf Mittwoch, war es in diesem Herbst noch nie. Selbst als es vor einer Woche noch schneite.

"Der September ist jener Monat der sich von allen anderen am wenigsten an den Klimawandel hält. In den letzten Jahren gab es nur geringe Erwärmung", sagt Landesmetereologe Dieter Peterlin. Im September lagen die Temperaturen in ganz Südtirol etwas unterhalb der langjährigen Durchschnittswerte.

Von 33,1 Grad Celsius bis 2,3 Grad Celsius 

 In Bozen wurde eine mittlere Temperatur von 18,0 Grad Celsius gemessen, der Vergleichswert im Zeitraum 1981 bis 2010 liegt bei 18,4 Grad Celsius, heißt es aus der Wetterzentrale im Zivilschutzturm in Bozen.

  

 

Die höchste Temperatur wurde gleich zu Beginn am 1. September in Bozen mit 33,1 Grad Celsius gemessen. Die tiefste Temperatur wurde in den Tälern am 29. September gemessen, und zwar mit minus 2,3 Grad in St. Veit in Prags.

Bei den Niederschlägen gab es südtirolweit ein Plus von 10 Prozent bis 40 Prozent, stellenweise - wie in Toblach und Pens - auch noch deutlich mehr.

Bemerkenswerte Phänomene: eine ganze Gewitterlinie und Schneefall bis in tiefe Lagen

Im September verzeichneten die Landesmeteorologen zwei Wettereignissen, die in ihrer Stärke und Auswirkung für diesen Herbstmonat eher ungewöhnlich sind: Am 14. September bildete sich eine markante Gewitterlinie quer über Südtirol, die vom Deutschnonsberg über das Etschtal und Sarntal bis ins Wipptal reichte. Die größte Niederschlagsmenge wurde dabei an der Wetterstation Pens mit 113 Millimetern gemessen. Die Folge waren einige Murenabgänge.

Der Grund für das zweite markante Wettereignis war ein Kaltfrontdurchgang am 23. September. Die Schneefallgrenze sank nach und nach auf 1600 Meter Meereshöhe im Vinschgau und 1100 bis 1200 Meter in den Dolomitentälern. Damit gab es den ersten Schneefall der Saison am Brenner, in Pfelders, Innichen, Sexten, St. Christina in Gröden und St. Vigil in Enneberg.

stol/lpa/ker

stol