Freitag, 09. April 2021

Die Frostnächte sind (vorerst) vorbei – Jetzt kommt der Regen

Mit der vergangenen Nacht sind die frostigen Nächte in Südtirol vorerst überstanden, eine Südströmung und wolkenbehangene Nächte sorgen für mildere Temperaturen. Ab Sonntag zieht dann der Regen über das Land.

In Südtirol haben zahlreiche Bauern wieder auf Frostberegnung gesetzt, so auch in Prissian (Bild).
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In Südtirol haben zahlreiche Bauern wieder auf Frostberegnung gesetzt, so auch in Prissian (Bild). - Foto: © fm
Besonders die vergangenen 3 Nächte hatten es in sich: Die kälteste Nacht war jene von Mittwoch auf Donnerstag, aber auch in der Nacht auf den heutigen Freitag sanken die Temperaturen leicht ins Minus, vor allem im Vinschgau und im Etschtal, berichtet Landesmeteorologe Dieter Peterlin.

Damit sind die Frostnächte vorerst überstanden: „Am Wochenende können die Landwirte wieder ruhiger schlafen, denn die Nächte werden vorerst wieder milder“, erklärt Peterlin.

Das liegt nicht nur an der Südströmung, die uns nun erreicht, mit der die Luft milder und feuchter wird, sondern auch daran, dass die kommende Nacht auf Samstag nicht mehr wolkenlos bleibt und die Kälte somit nicht so tief sinkt.

Mit der Südströmung kommt ab Sonntag dann auch der Regen: „Vor allem am Montag kommt es zum ersten Mal seit 2 Monaten wieder zu flächendeckendem Niederschlag in ganz Südtirol. Zwar ist der Boden dank des niederschlagreichen Winters noch nicht vollständig ausgetrocknet, vor allem im Süden des Landes tut der Frühlingsregen nach der langen Trockenzeit aber gut“, so Peterlin.

Die vergangenen Nächte waren vor allem für die Obstbauern beschwerlich: Sie mussten sich mit Frostberegnung und Anti-Frost-Kerzen die Nächte um die Ohren schlagen.

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Nicht nur bei Apfelanlagen sind wegen des Frosts Schäden zu befürchten, sondern auch beim Steinobst – Marillen- und Kirschbäumen: Diese Bäume sind noch empfindlicher, weil sie bei der Vegetation weiter fortgeschritten sind, erklärt Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler dem Tagblatt „Dolomiten“ am Freitag.

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Beim Steinobst sei die Blüte zum Teil vorbei – zum Teil stehe sie aber noch bevor. Schäden seien zwar zu befürchten, aber noch sei unklar, in welchem Ausmaß und wie sehr auch die Qualität der Früchte leiden werde. Erst in einigen Wochen wisse man mehr, so Tiefenthaler.

liz

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