Mittwoch, 04. März 2015

Diese Namen liebt Bozen: Anna nur auf Rang 3

"Typische" Südtiroler Vornamen gesucht: Franz, Maria, Andreas? Weit gefehlt. „Sepp“ heißt in Südtirol schon seit Jahren kaum ein Baby mehr. Die Bozner machen’s vor.

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Die Landeshauptstadt liebt’s einfach, modern und italienisch – zumindest was die Vornamen anbelangt. Die beliebtesten Namen 2014 waren Sofia und Francesco. Bei den Mädchen wurden noch Giulia, Anna, Emma, Greta und Sara häufig vergeben. Die Jungen heißen Christian, Gabriel, Matteo, Alex und Samuel. Dies geht aus einem Bericht der Stadt Bozen zur Bevölkerungsentwicklung 2014 hervor.

Weniger Babys

Auffallend: Im Allgemeinen gibt es in Bozen immer weniger Namen zu vergeben – denn immer weniger Babys werden geboren. 2014 wurden 1005 Neugeborene beim Meldeamt eingetragen – 27 Babys weniger als noch 2013. Dem stehen 1055 Todesfälle von Bozner Bürgern gegenüber, in etwa gleich viele wie im Vorjahr.

Trotzdem wächst die Wohnbevölkerung an: Verglichen mit 2013 nahm sie um 397 Personen zu. Am Silvestertag 2014 zählte die Landeshauptstadt exakt 106.110 Einwohner.

Bozner ziehen weniger um

Zu verdanken ist dieses Bevölkerungsplus der Zuwanderung. Interessant dabei: Nur ein Viertel der Migranten kommen aus dem Ausland. „68,1 Prozent kommen aus einer anderen Gemeinde Südtirols oder einer anderen Provinz Italiens“, schreibt die Stadt in einer Aussendung.

Und: Die Zuwanderung nahm im Vergleich zu 2013 gehörig ab. Zwar kamen 2014 rund 3000 Menschen nach Bozen. Doch damit rund 2000 Personen weniger als noch 2013. Das entspricht einem Minus von knapp 40 Prozent.

Auch die Abwanderungen aus Bozen sanken 2014: Insgesamt verließen 2566 Personen die Stadt. Im Vergleich mit 2013 entspricht das einem Minus von 17,2 Prozent.

stol

stol