Mittwoch, 13. Mai 2015

Dreiste Nesträuber in Terlan und Gargazon gestellt

Sie holen die Jungtiere aus ihren Nestern, oft nähen sie ihnen die Augen zu und karren sie nach Süden, um sie dort als Lockvögel für die Jagd zu verkaufen. Den Carabinieri sind nun zwei Banden von Nesträubern in die Fänge geraten.

Die geraubten Jungvögel erwartet ein grauenhaftes Schicksal. Foto: lub
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Die geraubten Jungvögel erwartet ein grauenhaftes Schicksal. Foto: lub

Sie kommen von außerhalb der Provinz, streifen durch die hiesigen Flure und haben es auf die erst jüngst geschlüpften Vögel abgesehen. Die Nester werden geplündert. Die geraubten Vögel erleiden große Qualen, entweder landen diese auf dem Spieß oder sie werden geblendet und als Lockvögel verwendet.

Um dem Treiben möglichst Einhalt zu gebieten, legen die Carabinieri ihre Aufmerksamkeit wiederum vermehrt auf die Wiesen und Felder.

 

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Die Carabinieri bei den Kontrollen der Wiesen und Felder. Foto: Carabinieri Meran

Dabei ist es in den vergangenen zwei Tagen gleich zu zwei Vorfällen gekommen. 

Drosseln aus Nestern geraubt

Einmal konnten in Gargazon zwei Männer und eine Frau aus dem Raum Bergamo angehalten werden. Im Kofferraum des Wagens stellten die Carabinieri von Meran 13 Jungvögel sicher. Es handelte sich um Singdrosseln.

Einen weitaus größeren Fang machten die Carabinieri von Terlan, die vier aus der Toskana kommende Männer albanischer Herkunft aufgriffen. Diese führten in ihrem Auto elf Nester und 38 junge Drosseln mit sich. 

 

Die Carabinieri mit den Singvögel-Jungen. Foto: Carabinieri

Die Vögeldiebe wurden wegen Misshandlung von Tieren und Nestraub der Bozner Staatsanwaltschaft gemeldet. Die Jungvögel wurden den Vogelschutzzentren in Dorf Tirol und Bozen anvertraut.

stol/ker

stol