Freitag, 17. November 2017

Drogen und Unruhen: Quästor schließt Bar in Bozen

20 Tage lang bleibt die Eingangstür der Bar „Lo spuntino 2“ in Bozen geschlossen. Das hat Quästor Giuseppe Racca verfügt.

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Bereits im Februar 2015 hatte der damalige Quästor das Lokal in der Ortlerstraße in Kaiserau für 7 Tage schließen lassen, nachdem die Staatspolizei immer wieder wegen Ruhestörungen ausrücken musste. Anrainer hatten sich beschwert, dass vor der Bar immer wieder lauthals geschrien, gesungen und gelacht würde, teilweise bis 2.30 Uhr, manchmal auch die ganze Nacht.

Vor Kurzem gelangte die Bar schließlich wieder ins Fadenkreuz der Quästur: Ermittlungen zeigten, dass die Bar zu einem Umschlageplatz von Drogen geworden war, wo Konsumenten ihren Vorrat aufstocken konnten. Überwachungskameras sollen unter anderem vorbestrafte Personen aufgezeichnet haben, die im Inneren der Bar Joints drehten und auch rauchten, teilweise auch am Nachmittag.

So wurde am 7. November eine 51-jährige Stammkundin dabei beobachtet, wie sie an einem der Tische im Außenbereich der Bar Platz nahm und ein Päckchen mit Haschisch aus ihrem BH zog. Damit drehte sie sich anschließend einen Joint und rauchte ihn - ohne sich um die Passanten, darunter auch Mütter mit Kindern, zu kümmern.

Am selben Tag brach dann auch noch ein Streit zwischen mehreren Vorbestraften aus, den die Polizisten schlichten mussten und in Zuge dessen sie 2,8 Gramm Haschisch beschlagnahmten. 

Am 11. November beobachteten die Carabinieri die 51-Jährige dabei, als sie einem Mann in der Nähe der Bar Haschisch verkaufte und anschließend das Lokal betrat. Bei einer Kontrolle fanden die Ordnungshüter schließlich 2,2 Gramm Haschisch im Besitz des Mannes und 11 Gramm im Besitz der Stammkundin.

Beide wurden verhaftet - und das Fass war zum Überlaufen gebracht. Die Bar bleibt nun 20 Tage lang geschlossen - wegen der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

stol

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