Donnerstag, 04. August 2016

Drogenboss in Mexiko kurz vor Gesichts-OP geschnappt

Um nicht geschnappt zu werden, hat ein mutmaßlicher Drogenboss in Mexiko sich das Gesicht umoperieren lassen wollen – doch just der Termin beim Schönheitschirurgen brachte den Geheimdienst auf seine Spur.

Für den Drogenboss klickten die Handschellen.
Für den Drogenboss klickten die Handschellen. - Foto: © shutterstock

David Garza Avila – genannt „Der Teufel“ – sei am Montag nahe Naucalpan, einem Vorort von Mexiko-Stadt, gefasst worden, teilte die nationale Sicherheitskommission am Mittwoch mit.

Mit ihm seien drei weitere Verdächtige festgenommen worden. Der 28-jährige Avila „kam für eine Gesichts-OP, damit man ihn nicht mehr identifizieren kann“, verlautete aus einer Quelle der Sicherheitskommission.

Berühmt-berüchtigter Drogenboss

„El Diablo“ soll für den Drogenschmuggel des sogenannten Golf-Kartells aus dem Teilstaat Tamaulipas in die USA verantwortlich sein. Der Mann ist berüchtigt wegen seines aufbrausenden Temperaments. Er soll in mehreren Städten Hinrichtungen angeordnet haben.

Es ist nicht der erste Drogengangster, der sich mittels einer Gesichts-OP den Sicherheitsbehörden entziehen wollte. 1997 war der mächtige Clanchef Amado Carillo Fuentes alias „Der Herr des Himmels“ bei einer solchen Operation gestorben.

apa/afp

stol