Ein leises Surren ist zu hören, schnell und wendig bewegt sich das Fluggerät über den Köpfen der meist jungen Wehrleute hinweg. Die Drohne ist seit kurzem – wenn man so sagen will – Teil der Mannschaft. Bei einer Schulung lernten die Wehrleute die Vorteile der Drohnentechnologie aus nächster Nähe kennen. <BR /><BR />Szenario eins: Ein Dachstuhlbrand ist ausgebrochen, die Feuerwehr ist im Einsatz, der Brandherd gelöscht, nun gilt es, mögliche Glutnester aufzuspüren. Und hier kommt sie zum Einsatz, eine rund 900 Gramm leichte Drohne. Aus der Luft kann das Gerät den Feuerwehrleuten wichtige Unterstützung leisten. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera schafft sie es, mögliche Glutnester mühelos ausfindig machen. <BR /><BR /> <video-jw video-id="qtsCmMRz"></video-jw> <h3> Wie und wo Drohnen eingesetzt werden können </h3> Dieses vom Boden aus gesteuerte Fluggerät des Herstellers DJI erreicht eine maximale Flughöhe von 120 Metern und kann zudem filmen, fotografieren und bis zu 56-fach vergrößern. 7 Feuerwehren aus dem Abschnitt 2 des Bezirkes Eisacktal haben sich entschlossen, gemeinsam eine solche kleine Drohne anzuschaffen. <BR /><BR />„Als Feuerwehr können und wollen wir uns neuen Technologien nicht verschließen“, sagt Abschnittsinspektor Walter Klammer. Die Kosten belaufen sich auf 10.000 Euro.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="982381_image" /></div> „Die Raiffeisenkasse Untereisacktal unterstützte uns mit einem großzügigen Beitrag von 4000 Euro, den Rest bezahlen die Wehren“, erklärt Feuerwehrabschnittsinspektor Walter Klammer. <BR /><BR />Anfang Jänner wurden Feuerwehrleute aus Villanders, Verdings, Klausen, Gufidaun, Albions, St. Peter Lajen und Lajen am Modellbauplatz des Modellbauvereins Gröden in Albions in die Handhabung des Fluggerätes eingewiesen. Michael Schmalzl, Drohnenpilot und Geschäftsführer der Grödner Firma alpsvision, führte die Schulung gemeinsam mit Drohnenbauer Michael Überbacher von der Firma Soleon durch. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="982384_image" /></div> „Drohnen haben manchmal einen schlechten Ruf, aber jede Technologie hat ihre Licht- und Schattenseiten“, so Schmalzl. Die Praxis hat gezeigt, dass Drohnen oft sehr gute Dienste leisten können. Neben den Feuerwehren setzen etwa auch Jäger zunehmend auf diese Technologie, um im Frühsommer Rehkitze im meterhohen Gras aufzuspüren und vor dem Mähtod zu retten, erklärt Schmalzl. Auch die Bergrettung setzt bei ihren Einsätzen immer häufiger Drohnen ein.<BR /><BR /><BR /><OrtVorspann></OrtVorspann> <div class="img-embed"><embed id="982387_image" /></div> Wer mit einer Drohne unterwegs ist, muss wissen, was erlaubt ist und was nicht: „Jeweils 4 Feuerwehrleute der 7 beteiligten Feuerwehren haben die Prüfung für einen Drohnenführerschein abgelegt“, erklärt Walter Klammer. Seit dieser Woche ist die Drohne bei der Feuerwehr Verdings fix stationiert, nun stehen regelmäßige Übungen der Wehren mit dem Fluggerät an. „Die Einsatzszenarien sind vielfältig: Mit der Wärmebildkamera kann die Drohne nicht nur Glutnester aufspüren, sondern uns auch bei der Personensuche sehr gute Dienste leisten. Wir werden sie aber auch bei Unwettereinsätzen, Steinschlägen oder Murenabgängen einsetzen“, ist Klammer überzeugt. Auch die Feuerwehr Brixen setzt diese Technik bereits ein. <BR /><BR />Michael Schmalzl: „An einem der kommenden Samstage findet eine weitere Schulung in Albions statt. Dabei werden Mitglieder des Jagdreviers Lajen auf dem Modellflugplatz einen Einblick in die nützlichen Seiten der Technologie erhalten.“