Freitag, 21. Dezember 2018

Ehepaar soll in Nordtirol 15 Kilo Kokain verkauft haben

Ein Ehepaar soll seit dem Jahr 2015 rund 15 Kilogramm Kokain mit einem Straßenverkaufswert von insgesamt eineinhalb Millionen Euro in Umlauf gebracht haben. Der 37-jährige Österreicher und seine 31-jährige kolumbianische Ehefrau wurden Ende Oktober in der Nähe von Innsbruck festgenommen, teilte die Landespolizeidirektion Tirol am Freitag mit. Das Geld sollen sie großteils nach Südamerika überwiesen haben.

Ein Ehepaar soll seit dem Jahr 2015 rund 15 Kilogramm Kokain in Umlauf gebracht haben.
Ein Ehepaar soll seit dem Jahr 2015 rund 15 Kilogramm Kokain in Umlauf gebracht haben. - Foto: © shutterstock

Federführend für den Suchtgifthandel dürfte wohl der 37-Jährige gewesen sein. Seine Ehefrau hatte laut Polizei aber nicht nur von den Geschäften ihres Mannes gewusst, sondern ihn auch teilweise beim Eintreiben der Drogenschulden geholfen und die Erlöse nach Kolumbien und Ecuador überwiesen. Nach mehreren Hinweisen sei seit August gegen den 37-Jährigen ermittelt worden. Im Oktober klickten dann schließlich die Handschellen.

Pkw, Bargeld und Drogen sichergestellt 

Bei Hausdurchsuchungen und bei der Öffnung von Banksafes wurden rund ein Kilogramm Kokain, 300 Gramm Cannabiskraut sowie 386.000 Euro Bargeld, 62.000 Euro Kontoguthaben und 2 Pkw im Wert von rund 20.000 Euro sichergestellt, berichtete die Exekutive. Als Abnehmer wurden bis jetzt 15 Personen ausgeforscht, die teilweise größere Mengen an Kokain überwiegend für den Eigenbedarf vom Beschuldigten erworben haben dürften.

2 davon, ein 56-jähriger und ein 36-jähriger Österreicher, wurden kurzfristig festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Weitere Ermittlungen hinsichtlicher der Empfänger der Erlöse in Südamerika sowie etwaige Mittelsmänner waren vorerst noch im Gange. Das Ehepaar befinde sich derzeit in der Justizanstalt Innsbruck in Untersuchungshaft. Die beiden seien nicht geständig.

apa

stol