Freitag, 16. Oktober 2015

Ein Jahr Pegida: Sie sind immer noch da – und werden wieder mehr

Spätestens der geschmacklose Galgen für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat es gezeigt: Pegida ist immer noch da.

Foto: © LaPresse

Und die Anhänger der antiislamischen Bewegung marschieren erneut zu Tausenden durch Dresden. Ein Jahr nach der ersten Pegida-Demonstration hat die Gruppe wieder deutlich mehr Zulauf.

Das von Lutz Bachmann gegründete Bündnis versucht mit Stimmungsmache gegen die Asylpolitik Kapital aus der aktuellen Flüchtlingskrise zu schlagen. Seit Oktober vergangenen Jahres nutzt die antiislamische Pegida-Bewegung Dresden als Bühne für ihren Protest. Nahezu wöchentlich gehen ihre Anhänger montags auf die Straße, um gegen die „Asylflut“ zu demonstrieren, und wettern auch gegen die „Lügenpresse“ und die Regierung.

Die Stimmung ist mittlerweile aggressiver, wiederholt wurden Journalisten angegriffen. Bei Sprüchen wie „Asyltourismus stoppen“ oder „Islam ist Unterwerfung – Stoppt die Invasion jetzt!“ schwingen fremdenfeindliche Untertöne mit.

Die zahlreichen Ableger in anderen deutschen Städten spielen indes kaum noch eine Rolle.

apa/afp

stol