Freitag, 18. März 2016

Einigung mit Hausärzten: Protest zur Ticketbefreiung beendet

Der Protest der Hausärzte und die Weigerung ihren Patienten die Ticketbefreiung aus Einkommensgründen auf den roten Rezeptzetteln einzutragen ist vorerst beendet.

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Foto: © shutterstock

Ressortdirektor Michael Mayr und die Vertreter der Gewerkschaften der Südtiroler Hausärzte Simon Kostner (SNAMI), Domenico Bossio (FIMMG) und Gianni Pontarelli (SMI) haben am Freitag eine Einigung erzielt. 

Mit der Übereinkunft wird die Weigerung der Ärzte, ihren Patienten die Ticketbefreiung aus Einkommensgründen auf den roten Rezeptzetteln einzutragen, ab sofort beendet.

Die Gewerkschaftsvertreter Kostner, Bossio und Pontarelli zeigten sich nach den Verhandlungen zufrieden, dass die Verluste bei der Vergütung mit dem Einvernehmen großteils ausgeglichen werden. Die FIMMG ist zudem dazu bereit, über den Rückzug ihres Rekurses vor dem Arbeitsgericht zu verhandeln.

„Das Einvernehmensprotokoll ist ein zentraler Baustein, um gemeinsam in Verantwortung die Versorgungsqualität der Menschen vor Ort zu stärken“, zeigt sich Gesundheitslandesrätin Martha Stocker besonders über die angestrebte Vereinheitlichung der Versorgung chronisch kranker Patienten in Südtirol zufrieden. 

Durch die Einigung wird das Leistungsangebot der Hausärzte zudem um die kostenlose Ausstellung einer Bescheinigung für die Sporttätigkeit von Jugendlichen und der Eignungszeugnisse für die Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren sowie Helfer des Weißen und Roten Kreuzes erweitert.

Landesrätin Stocker wird den Vorschlag für die Vergütung der Hausärzte, die dieses erweiterte Angebot anbieten, am Dienstag der Landesregierung vorlegen.

lpa

stol