Ihr Herz begann zu flimmern. Dramatische Minuten folgten, die über Leben und Tod entschieden. <BR /><BR />Flavia lebt mit ihren Eltern in Deutschland, ist aber oft in Niederdorf, wo am Eggerberg die Eltern und der Bruder ihres Vaters leben.<BR />Zu Pfingsten weilte die Familie, wie so oft, deshalb in Niederdorf. An einem ihrer Ferientage besuchte die Familie den Wichtelpark in Sillian, einen Spielplatz am Rande des Radweges mit vielen Attraktionen.<BR />Der lustige Tag für Flavia ging ohne irgendwelche Auffälligkeiten zu Ende; die Familie kehrte nach Niederdorf zurück.<BR /><BR />Um 1 Uhr Nachts aber begannen die bangsten Minuten für die Eltern des Mädchens: Flavias Herz begann zu flimmern. „Das Glück war, dass wir es rechtzeitig mitbekommen haben“, sagt Vater Christian Röser. „Wir haben schnell gemerkt, dass das nicht nur eine kleine Ohnmacht war, sondern wirklich etwas Ernstes“. <BR /><BR />Ohne zu zögern, und obwohl beide Elternteile in ihrem bisherigen Leben so etwas noch nie anwenden mussten, begann die Mutter umgehend mit der Herzdruckmassage bei Flavia. Der Vater wählte die Notrufnummer, doch „obwohl ich dort aufgewachsen bin, hab ich im Stress nicht einmal mehr unseren Straßennamen gewusst“, schildert der Vater die bangen Minuten.<h3> 20 Minuten Reanimation</h3>Das Elternpaar hat gewechselt – der Vater übernahm die Herz-Druck-Massage, die Mutter den Kontakt mit der Notrufzentrale.<BR />Die Zeit des Wartens auf das Weiß-Kreuz-Team war sehr lang, erinnert sich Röser. 20 Minuten reanimierten die Eltern ihre Tochter. Sobald das Notarztteam vor Ort war, wurde ein Defibrillator angeschlossen und das Herz wieder zum Schlagen gebracht. <BR /><BR />Nachdem Flavia auf diese Weise schnell stabilisiert werden konnte, entschied das Team, das Mädchen direkt in die Spezialabteilung der Uniklinik Innsbruck zu fahren. „Das war schon sehr cool“, findet Röser.<BR /><BR />Von Innsbruck aus wurde Flavia noch in eine Spezialklinik nach Heidelberg überführt. Heute lacht sie wieder und Eltern und Mediziner sind überzeugt, dass sie ihr Abenteuer ohne Folgeschäden überstanden hat.<BR /><BR />Für Flavias Eltern liegt der Schlüssel für den guten Ausgang im schnellen Eingreifen, kombiniert mit der Verwendung eines Defibrillators. „Hätten wir so ein Gerät in erreichbarer Nähe gehabt, wäre alles noch schneller gegangen. Man kann es wirklich nur richtig machen; Das Gerät begleitet jeden Handgriff“. <h3> Defibrillator auf dem Hof</h3>Als Konsequenz dieses Erlebnisses wird Röser einen vollautomatischen Defibrillator (AED-Gerät) am Hof in Niederdorf installieren.<BR />„Die wichtigste Botschaft unseres Erlebnisses ist, dass man hingeht und eingreift, wenn es notwendig wird: Ich war überrascht, wie einfach es eigentlich ist, ein Leben zu retten , wenn man beherzt zupackt“, sagt Röser.<BR /><BR />Was letztendlich der Auslöser für Flavias Herzproblem war, konnte nicht restlos geklärt werden. Für Familie Röser steht fest, dass es vom Kind bis zum Sportler jeden und überall treffen kann, und „wenn ich mich verantwortlich fühle und einfach loslege und helfe, kann ich dem betreffenden Mitmenschen sein Leben bzw. seine Lebensqualität retten. Was gibt es Schöneres!“<BR /><BR /><BR /><BR />