Sonntag, 28. August 2016

Erdbeben: Hund behütet Sarg seines Besitzers

Bis zur letzten Minute hat der Spaniel Flash die Hoffnung nicht aufgegeben. Fünf Stunden lang wirbelte er an der Seite der Retter in der vom Erdbeben zerstörten mittelitalienischen Ortschaft Pescara del Tronto herum auf der Suche nach seinem verschütteten Besitzers, dem 47-jährigen Tischler Andrea Cossu. Doch jede Hilfe kam zu spät.

Bei der Trauerfeier in Ascoli Piceno am Samstag nahmen die Hinterbliebenen der ersten 35 Toten Abschied.
Bei der Trauerfeier in Ascoli Piceno am Samstag nahmen die Hinterbliebenen der ersten 35 Toten Abschied. - Foto: © APA/AFP

Seit dem Tod seines Herren ist der blonde Flash untröstlich. Der Hund legte sich an die Seite des Sargs seines Besitzers, der in der Sporthalle von Ascoli Piceno, vor dem Staatsbegräbnis, aufgebahrt wurde. Die Bilder des deprimierten Hundes vor dem braunen Sarg bewegte die Italiener.

Mit seinem Herrn ist auch Flashs Vater, der Spaniel Charly, unter den Trümmern des Hauses ums Leben gekommen. „Wir hatten keine Kinder. Charly und Flash waren unsere Kinder. Seitdem Andrea gestorben ist, ist Flash untröstlich. Viele Stunden hat er vor dem Sarg und auch am Friedhof verbracht, auf dem wir Andrea beerdigt haben“, berichtete Rita Soldati, Witwe des Mannes, der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ am Sonntag.

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„Ich habe fünf Stunden lag unter den Trümmern verbracht. Mein Mann hat es nicht geschafft. Die Hunde waren verschwunden. Zum Glück ist Flash verunsichert, aber lebend wieder aufgetaucht. Er ist das einzige, was mir nach dem Erdbeben geblieben ist“, berichtete Rita Soldati.

apa

stol