Samstag, 12. Dezember 2020

„Erfahren überwältigende Solidarität“

Der Pfelderer Martin Schweigl ist überwältigt, ihm fehlen fast die Worte: Seit dem Abgang einer gewaltigen Lawine, die, so wie auf STOL berichtet, sein Bauernguet samt Hofmetzgerei auf dem Zeppichl zum Teil arg in Mitleidenschaft gezogen hat, gibt es eine große Solidaritätswelle.

Die Lawine drang in das Bauernguet ein.
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Die Lawine drang in das Bauernguet ein.
Weiters ist eine Überdachung von Martin Schweigls Bruder Lukas unter den Schneemassen zusammengebrochen; 14 Autos wurden darunter begraben und zerstört.

„Ich bin überwältigt, wie viele Menschen helfen wollen, alle auf ihre Art und Weise“, betont der 35-Jährige. Sogar Freunde, Gäste und Kunden aus Österreich und Deutschland hätten ihn kontaktiert und Hilfe angeboten.




„So viel Mitgefühl habe ich mir nicht erwartet“, betont der Familienvater. „Es tut aber gut, zu wissen, dass so viele Leute in dieser schweren Zeit an uns denken und hinter uns stehen.“

„Die Aufräumarbeiten schreiten gut voran“, fährt Schweigl fort. „Und wir Pfelderer halten zusammen, was besonders schön ist: Die Feuerwehr, die Bergrettung und auch Privatpersonen packen mit an. Ich möchte allen Unterstützern ein Dankeschön aussprechen.“

Und der Mooser Ortsteil Pfelders ist seit Freitag wieder erreichbar: „Ich bin froh, wenn uns die Leute wieder besuchen können, bei uns einkaufen und zu Gast sind“, betont der Bauer, Gastwirt und Metzger. „Sie unterstützen uns auch damit sehr. Wir können positiv in die Zukunft blicken.“

Spendenaktion für alle Geschädigten

Auch der Spendenaufruf für alle von Muren und Lawinen geschädigten Südtiroler des Bäuerlichen Notstandsfonds (BNF) „Menschen helfen“ und des Tagblatts „Dolomiten“ hat gefruchtet: „Es gehen schon die ersten Spenden ein“, ist BNF-Obmann Sepp Dariz dankbar. „Die Schäden bewegen sich landesweit im siebenstelligen Bereich und vieles kann nicht über eine Versicherung abgedeckt werden. Jeder Cent ist wertvoll, um den Geschädigten zu helfen.“

Dariz betont, dass bäuerlichen sowie nicht bäuerlichen Familien geholfen werde. „Der BNF ist für alle da“, fasst der Obmann zusammen.



Spenden für von Schäden betroffene Familien können über die Spendenkonten des Bäuerlichen Notstandsfonds unter dem Kennwort „Unwetter“ eingezahlt werden:

Südtiroler Volksbank
IBAN IT15 U 05856 11601 050570004004

Südtiroler Sparkasse
IBAN IT67 D 06045 11600 000000034500

Raiffeisen Landesbank
IBAN IT30 D 03493 11600 000300011231


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fm