Samstag, 06. Januar 2018

Erst Hass, dann Glückwünsche für Wiens Neujahrsbaby

Zufrieden blicken die frischgebackenen Eltern von Wiens erstem Baby des Jahres 2018 in die Kamera. Das Mädchen Asel schlummert friedlich in den Armen seiner Mutter, die ein rosa Kopftuch trägt. Die seit Jahren gewohnte Sitte, die ersten Kinder des Jahres in den Bundesländern zu dokumentieren und in den Medien zu präsentieren, führte diesmal in Österreich zu großer Aufregung.

Die bösen Kommentare bezogen sich vor allem auf den türkischen Hintergrund der Familie.
Die bösen Kommentare bezogen sich vor allem auf den türkischen Hintergrund der Familie. - Foto: © shutterstock

Zahlreiche hasserfüllte Kommentare gab es unter den Berichten über das Wiener Neujahrsbaby in den Online-Portalen der Zeitungen. Die bösen Kommentare bezogen sich vor allem auf den türkischen Hintergrund der Familie und das Kopftuch.

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Initiative „Flowerrain“

Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner startete daraufhin eine Initiative, die Eltern auf sozialen Plattformen mit Glückwünschen zu überhäufen. Auf Facebook kamen so innerhalb kurzer Zeit Tausende positive Meldungen zusammen.

„Es ist eine völlig neue Dimension von Hass im Netz gegen ein unschuldiges Neugeborenes“, schrieb Schwertner zu Beginn seiner Initiative #flowerrain (Blumenregen). Er wolle den Eltern später alle Glückwünsche in Buchform schenken. Hass und Gewalt sollen nach seiner Auffassung in Österreich keinen Platz haben. 

dpa

stol