Montag, 29. Februar 2016

Erst zu trocken, dann zu nass: Winter endet mit viel Niederschlag

Mit dem heutigen 29. Februar endet der meteorologische Winter 2015/2016. Die Temperaturen lagen landesweit zwischen 20 Grad (Latsch) und - 20 Grad Celsius (Pfitsch).

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Foto: © shutterstock

Landesmeteorologe Dieter Peterlin bezeichnet den Winter als vergleichsweise mild: "Der Wärmeüberschuss beträgt je nach Höhenlage zwischen 1 und 2 Grad Celsius. In Bozen wurde ein Mittelwert von 3,4 Grad gemessen, der langjährige Vergleichswert liegt hier bei 2,3 Grad", so der Wetterexperte.

Noch größer sei die positive Abweichung in den höheren Lagen: So wurde in Toblach eine Temperatur von -1,6 Grad verzeichnet, der 30-jährige Durchschnittswert liegt bei -3,8 Grad. "Dazu beigetragen hat vor allem der Dezember, in dem die Temperaturen in höheren Lagen auf Rekordniveau lagen, aber auch in den Monaten Jänner und Februar war es milder als normal. Lange ausgeprägte Kältewellen blieben im zurückliegenden Winter aus."

Latsch verzeichnet dank Nordföhn 20 Grad 

Die höchste Temperatur in diesem Winter - 20 Grad Celsius - wurde laut Peterlin am 1. Februar dank Nordföhn in Latsch gemessen. Am kältesten war es in Pfitsch am 18. und 19. Jänner mit -20 Grad. "Noch tiefere Temperaturen gab es an den hochalpinen Stationen auf über 3000 Metern, dort wurden knapp -27 Grad gemessen", erklärt Peterlin.

Mit November begann eine außerordentliche Trockenperiode, die bis zum Jahreswechsel anhielt. Im Raum Bozen verhinderte die beständige Inversionswetterlage 65 Tage lang messbaren Niederschlag, auch im restlichen Land fielen nur wenige Millimeter. Erst im Laufe des Jänners verbesserte sich die Schneelage auf den Bergen langsam.

 

"Februar eindeutig zu nass"

Der einzige landesweite Schneefall bis in tiefe Lagen ereignete sich vom 2. auf 3. Jänner. "Insgesamt war die Niederschlagsbilanz bis zum Ende des Winters ausgeglichen. Der Februar verlief nämlich deutlich zu nass. In den vergangenen Stunden sind in der Ortlergruppe und in den Dolomiten an der Grenze zum Trentino und Veneto 30-40 Zentimeter Neuschnee gefallen", schließt der Meteorologe.

stol

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