Dienstag, 5. April 2022

Facharztausbildung: Teilzeitverträge für angehende Fachärzte

Die Landesregierung hat am Dienstag 2 Vereinbarungen mit den Universitäten Padua und Verona im Bereich der Facharztausbildung genehmigt.

Die Landesregierung hat Neuerungen in der Facharztausbildung beschlossen. - Foto: © shutterstock

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb kann künftig Jungärzte ab ihrem dritten Ausbildungsjahr, die ihre Facharztausbildung an der Universität Verona oder Padua absolvieren, mit einem befristeten Vertrag in Teilzeit anstellen. „In unserer heutigen Sitzung haben wir diese zwei Abkommen befürwortet, die unter der Federführung von Landesrat Thomas Widmann ausgearbeitet wurden“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher im Anschluss an die Sitzung der Landesregierung: „Dies sind wichtige Maßnahmen, um dem Fachärztemangel entgegenzuwirken. Denn dank dieser Vereinbarungen können junge Ärztinnen und Ärzte während ihrer Facharztausbildung im Südtiroler Sanitätsbetrieb arbeiten und diesen näher kennen lernen.“

Konkret sieht die Vereinbarung vor, dass die angehenden Fachärzte 32 Stunden pro Woche im Sanitätsbetrieb arbeiten und die restliche Zeit für ihre theoretische Ausbildung verwenden. Sobald die Mediziner ihr Facharztdiplom erhalten, kann der befristete Vertrag in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt werden.

Die Jungärztinnen und Jungärzte, die sich für eine Teilzeitstelle interessieren, müssen an einem Auswahlverfahren teilnehmen und werden in einer gesonderten Rangliste geführt. Voraussetzung für diese Art der Anstellung ist der Nachweis über die Zweisprachigkeit auf Niveau C1.

Weiterführende Informationen zur Facharztausbildung an italienischen Universitäten und der Facharztausbildung an Krankenhäusern des Südtiroler Sanitätsbetriebes nach österreichischer Ausbildungsordnung gibt das Amt für Gesundheitsordnung.

lpa/stol

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