Montag, 05. Dezember 2016

Fahrdienstleiter von Bad Aibling muss ins Gefängnis

Viele hatten mit einer Gefängnisstrafe gerechnet, und so kam es auch. Zehn Monate nach dem Zusammenstoß zweier Züge in Oberbayern ist der Angeklagte unter anderem wegen fahrlässiger Tötung verurteilt worden.

Beim Zugunglück von Bad Aibling starben am 9. Februar 12 Personen.
Beim Zugunglück von Bad Aibling starben am 9. Februar 12 Personen. - Foto: © APA/DPA

Nach dem verheerenden Zugunglück von Bad Aibling mit zwölf Toten ist der Fahrdienstleiter zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Bahnmitarbeiter ist der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung schuldig, wie das Landgericht Traunstein am Montag befand.

Bei dem Zusammenstoß zweier Züge am 9. Februar in Oberbayern waren außerdem fast 90 Menschen teils lebensgefährlich verletzt worden. Das Gericht sprach von einem der erschreckendsten Zugunglücke in den letzten Jahren.

Zu Prozessbeginn hatte der Bahnmitarbeiter gestanden, bis kurz vor dem Zusammenstoß der beiden Züge am 9. Februar in dem oberbayerischen Kurort das Fantasy-Rollenspiel „Dungeon Hunter5“ auf seinem Handy gespielt zu haben. Dabei geht es um das Töten von Dämonen. Die Vorschriften der Deutschen Bahn verbieten jedoch die private Nutzung von Smartphones im Dienst.

dpa

stol