Anlässlich der internationalen Konferenz der Wennberg International Collaborative (WIC) in Pisa wurde ein besonderes Augenmerk auf die Variabilität in den Leistungsangeboten gelegt, die aus epidemiologischer Hinsicht manchmal schwer erklärbar sind und unabhängig von der Größe des Einzugsgebiets gegeben sein können. Im Vergleich zu Italien öfter im SpitalWas die Krankenhausaufenthaltsrate pro 1000 Einwohner in Südtirol (Hospitalisierungsrate) für eine Reihe ausgewählter chirurgischer Eingriffe betrifft, so legen die Daten der Epidemiologischen Beobachtungsstelle des Landes folgendes nahe: Im Vergleich mit anderen italienischen Regionen zeigen die Südtiroler Daten mit einer Rate von 172 Aufenthalten pro 1000 Einwohner eine höhere Inanspruchnahme der Krankenhausaufenthalte auf, zwischen den vier Gesundheitsbezirken gibt es jedoch Unterschiede."Zu unseren Stärken zählen Eingriffe in Zusammenhang mit einem Hüft- oder Knieersatz sowie einer Arthroskopie: Der gewählte Ansatz und die erzielten Ergebnisse stehen mit jenen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie der nordischen Länder, die in der Regel weltweit zu den Besten zählen, im Einklang", so Beobachtungsstellen-Koordinatorin Carla Melani.Für das Venenstripping und die Tonsillektomie hingegen könnten Unterschiede zwischen den vier Gesundheitsbezirken festgestellt werden, die auf organisatorische Aspekte und unterschiedliche Auswahlkriterien der zu behandelnden Fälle gründen, etwa durch eine größere Neigung zu einer stationären Aufnahme anstatt einer ambulanten Behandlung.Mangel an Einheitlichkeit beheben Dieser Mangel an Einheitlichkeit wird vonseiten des Südtiroler Sanitätsbetriebes laufend überwacht. Anhand von gezielten Maßnahmen sollen Schritte zu einer landesweit einheitlichen Gesundheitsversorgung gesetzt werden. stol