Sonntag, 01. November 2015

Flüchtlinge: Bahnverkehr Nordtirol-Bayern erneut unterbunden

Auf, zu – die deutsche Bundespolizei passt den Transitverkehr auf der Bahnstrecke Kufstein-Rosenheim praktisch von einer Stunde auf die nächste den Aufnahmekapazitäten für die in Bayern eintreffenden Flüchtlinge an. Nachdem der Zugsverkehr Samstag um 23.40 Uhr wieder freigegeben worden war, wurde am Sonntag um 8 Uhr die neuerliche Sperre verhängt.

Nichts geht mehr: Nachdem bereits am Samstag aufgrund hoher Flüchtlingsströme der Zugverkehr zwischen Nordtirol und Bayern für mehrere Stunden eingestellt wurde ist nun auch am Sonntag eine Sperre verhängt worden. - Symbolbild.
Nichts geht mehr: Nachdem bereits am Samstag aufgrund hoher Flüchtlingsströme der Zugverkehr zwischen Nordtirol und Bayern für mehrere Stunden eingestellt wurde ist nun auch am Sonntag eine Sperre verhängt worden. - Symbolbild. - Foto: © APA/DPA

Am Samstagabend war die Übernahme von aus Nordtirol kommenden Zügen untersagt worden. Der Bahnverkehr werde erst wieder aufgenommen, wenn es in Rosenheim Kapazitäten für die Flüchtlingsaufnahme gebe, sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, Bernd-Robert Schulz.

Das gleiche Bild nun auch an Allerheiligen, nachdem der Zustrom an Flüchtlingen nicht abreißt. Auch am Samstag bzw. in der Nacht auf Allerheiligen waren in Nordtirol wieder rund 1.100 Flüchtlinge eingetroffen, von denen der Großteil weiter nach Deutschland will. Für Sonntag rechnen die Nordtiroler Behörden wieder mit der gleichen Zahl an Ankömmlingen.

Flüchtlingslager in Erl kann bis zu 500 Personen aufnehmen

In Erl bei Kufstein war binnen eines Tages ein Teil der Festspielgarage als Notquartier für Flüchtlinge adaptiert worden, um das Zeltlager in Kufstein zu entlasten (STOL hat berichtet). In Erl können ab sofort bis zu 500 Flüchtlinge kurzfristig betreut werden.

Von der vorübergehenden Bahnsperre nicht betroffen ist der Korridorverkehr zwischen Nordtirol und Salzburg.

apa

stol