Mittwoch, 19. Mai 2021

Flugrettung mit Einsatzrekord im Sommer 2020

Zu insgesamt 3359 Einsätzen ist die Flugrettung Südtirol im vergangenen Jahr gestartet. Das ist zwar pandemiebedingt ein leichter Rückgang zum Vorjahr, trotzdem sind die Notarzthubschrauber im Sommer 2020 öfter abgehoben, als jemals zuvor in der Geschichte der Flugrettung. Gleichzeitig bestätigt sich Pelikan 3 als wichtige Säule der Notfallmedizin in der westlichen Landeshälfte.

Die Flugrettung verzeichnete im Sommer 2020 einen Einsatzrekord.
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Die Flugrettung verzeichnete im Sommer 2020 einen Einsatzrekord. - Foto: © Tomas Kika
Um knapp 8 Prozent haben die Einsätze der Flugrettung im vergangenen Jahr abgenommen. Vor allem während des Lockdowns im Frühjahr hoben die Notarzthubschrauber deutlich weniger ab als in den Jahren zuvor. Anders hingegen in den Sommermonaten, hier flogen die 3 Pelikane und der Aiut Alpin mehr Einsätze als jemals zuvor in der Geschichte. Ein Umstand der auf die touristische Öffnung und den großen Andrang auf die Südtiroler Berge zurückzuführen ist.

Auf das gesamte Jahr betrachtet kommt die Flugrettung Südtirol damit auf durchschnittlich 9 Einsätze am Tag, mit insgesamt 3159 transportierten Patienten im Jahr. Statistische Werte, die zuletzt im Jahre 2017 erreicht wurde. Was die Verteilung der Einsätze auf die 4 Notarzthubschrauber angeht, liegt Pelikan 1 mit 1047 Einsätzen an der Spitze, gefolgt von Pelikan 2 (991 Einsätze), Aiut Alpin Dolomites (878 Einsätze) und Pelikan 3 (443 Einsätze).

STOL durfte die Besatzung des Notarzthubschraubers Pelikan 3 im August 2 Tage lang bei Einsätzen begleiten und ihnen bei ihrer anspruchsvollen Arbeit über die Schultern schauen.

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Pelikan 3 verbessert Rettungskette in der westlichen Landeshälfte

Eine maßgebliche Verbesserung der Rettungskette in der westlichen Landeshälfte hat die Einführung des Pelikan 3 mit sich gebracht. „Nach Abgleich der Daten wissen wir, dass die Eintreffzeiten der Notarzthubschrauber im Vinschgau im Durchschnitt um 10 Minuten verkürzt werden konnten. Eine mehr als maßgebliche Zeitspanne in der Notfallmedizin“, betont Präsident Georg Rammlmair.


Aber auch Einsätze über die Landesgrenzen hinaus standen im vergangenen Jahr wieder an: Ganze 121 Mal sind dabei die Notarzthubschrauber aus Südtirol auch zu Einsätzen in andere Provinzen geflogen und haben dort in Notfällen wertvolle Unterstützung geleistet.

Für Direktor Ivo Bonamico stand auch im Pandemiejahr die laufende Qualitätssteigerung sowie die effiziente Verwaltung hinter dem Dienst im Mittelpunkt. Neben der Einführung des Pelikan 3 in Laas konnte auch die Nachtflugtauglichkeit des Dienstes weiter ausgebaut werden. „Dank modernster Hochleistungsscheinwerfer kann Pelikan 1 nun auch Nachtflüge ohne Bodenausleuchtung durchführen“, erklärt Bonamico und bestätigt damit eine noch schnellere und effizientere Versorgung aus der Luft auch nach Sonnenuntergang. Für Pelikan 2 soll diese Aufrüstung zudem in den kommenden Wochen erfolgen.

Für die nächsten Jahre zielt die Vereinsführung der HELI weiterhin auf eine Verbesserung der Rettungskette in ganz Südtirol ab. Dazu zählt die laufende Auswertung des Projekts Pelikan 3, welches noch bis zum 31. Dezember 2022 läuft. „Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsressort kann die landesweite Notfallmedizin laufend an Qualität dazugewinnen“, betont Primar Marc Kaufmann, Medizinischer Leiter der Heli – Flugrettung Südtirol.

stol