Montag, 11. März 2019

Flugzeugabsturz in Äthiopien: Grieche verpasst Unglücksflieger

Ein Grieche hat in letzter Minute den Einstieg in das abgestürzte äthiopische Flugzeug verpasst. „Ein Freund sagte mir, ich soll es als eine zweite Lebenschance sehen“, sagte Antonis Mavropoulos dem griechischen Nachrichtensender Skai am Montag.

Antonis Mavropoulos hat eine zweite Lebenschance erhalten. - Foto: Facebook
Antonis Mavropoulos hat eine zweite Lebenschance erhalten. - Foto: Facebook

Seine Rettung verdankt er nach seinen Worten einer verspäteten Ankunft am Flughafen von Addis Abeba und der Tatsache, dass ein Flugbegleiter, der ihn zum Flugzeug führen sollte, zu spät kam. Bei dem Absturz auf dem Weg ins kenianische Nairobi kamen 157 Menschen ums Leben.

„Ich habe sogar protestiert, weil es eigentlich genug Zeit gab, dass ich den Flug nicht verpasse“, sagte Mavropoulos weiter. Als er erfuhr, dass sein ursprünglicher Flug abstürzte, habe es ihm den Boden unter den Füßen weggezogen. Auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte der Grieche ähnliche Aussagen, nachdem er mit einem anderen Flug in Kenia angekommen war. „Ich bin vielleicht nicht zu alt für Rock 'n' Roll, aber sicher zu jung zum Sterben“, schrieb er.

Einen Tag nach dem Flugzeugabsturz ist der Flugschreiber der verunglückten Maschine gefunden worden. Das berichtete am Montag Äthiopiens staatlicher Fernsehsender Fana. Ein Vertreter der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines bestätigte dies und erklärte, die Blackbox der Maschine vom Typ Boeing 737 Max 8 sei ersten Erkenntnissen zufolge beschädigt. Es sei daher noch unklar, wie viele Informationen daraus zu gewinnen seien.

Flugschreiber enthalten unter anderem Aufzeichnungen der Flugdaten und der Cockpitgespräche, was für Ermittler sehr wichtig ist bei der Klärung der Unfallursache. Die Blackboxes sind so robust gebaut, dass sie normalerweise auch ein Unglück überstehen sollten.

dpa/stol

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