Sonntag, 03. April 2016

"Fordern totale Aufklärung und radikalen Neustart"

Bei der Landesversammlung des Landesfischereiverbandes in Kardaun gingen am Samstag die Wogen hoch. Grund dafür war vor allem der Skandal um das Zuchtprogramm der marmorierten Forelle, das die Petri-Jünger in Südtirol derzeit in Atem hält.

Er sprach auf der Landesversammlung des Fischereiverbandes klare Worte: Präsident Meinhard Mayr. - Foto: LFV
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Er sprach auf der Landesversammlung des Fischereiverbandes klare Worte: Präsident Meinhard Mayr. - Foto: LFV

Es sollte die Rettung für die Marmorierte Forelle sein, artete jedoch in einen Skandal aus. Seit Jahren wurden in der Landesfischzucht bereits derartige Fische gezüchtet, das Projekt wurde mit Geldern in Millionenhöhe unterstützt.

Wie sich nun aber herausstellte, haben die Tiere in der letzten Zeit ihre genetische Reinheit verloren, das Zuchtprogramm ist gescheitert (STOL hat berichtet). 

Entsetzte Fischer: "Es ist eine Katastrophe!"

Südtirols Fischer sind ob der Entwicklungen entsetzt. "Wir haben vergangene Woche das Ergebnis zu den genetischen Untersuchungen der Tiere erhalten. Es ist eine Katastrophe!", fasste Meinhard Mayr, der Präsident des Landesfischereiverbandes, den Stand der Dinge auf der Landesversammlung klar und deutlich zusammen.

Gleichzeitig deponierte er jedoch auch die Forderung einer "totalen Aufklärung", die die Laimburg den Fischern bisher schuldig geblieben ist, und stellte eine Neuausrichtung der ihr unterstellten Landesfischzucht in den Raum, die in nächster Zeit angegangen werden soll.

Diese bestätigte schließlich auch Landesrat Arnold Schuler, der eine stärkere Konzentration auf die Forschung ankündigte. 

stol/Z

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Alle Details zur Landesversammlung des Fischereiverbandes, zu den Forderungen der Petri-Jünger und zum Skandal um die marmorierte Forelle lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Sonntagszeitung "Zett"

stol