Mittwoch, 19. Mai 2021

Polizist rettet ertrinkendes Baby: Dieses Foto geht um die Welt

Dieses Foto – aufgenommen von Rettern der spanischen „Guardia Civil“ – gibt dem derzeitigen Flüchtlingsdrama, das sich vor der spanischen Nordafrika-Enklave Ceuta abspielt, ein Gesicht. Und zeigt auf dramatische Weise, dass hinter all den Zahlen ganz persönliche Schicksale stehen.

Der Polizist konnte den kleinen Jungen in letzter Minute vor dem Ertrinken retten.
Der Polizist konnte den kleinen Jungen in letzter Minute vor dem Ertrinken retten. - Foto: © Guardia Civil Facebook
Das Foto zeigt den spanischen Polizisten Juan Francisco, wie er ein Baby mit blauer Mütze und Ringelbody – knapp 3 Monate alt – aus den Fluten des Mittelmeers zieht und es mit festem Griff und beschützenden Händen an das rettende Ufer bringt.

Das völlig durchnässte, vor Kälte ganz bleiche Kind ist nur knapp dem Ertrinkungstod entronnen.

Laut Informationen der „Guardia Civil“ sei die Mutter des Babys mit dem Kind auf dem Rücken ins Meer gesprungen, um von der marokkanischen Stadt Fnideq aus in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta zu gelangen. Dabei sei der kleine Junge vom Rücken gerutscht und ins Meer gestürzt.

Dieses Foto zeigt nur eines von tausenden menschlichen Dramen, die sich in dieser Flüchtlingskrise abspielen. Und betroffen machen.

Wie berichtet, versuchten seit Montag rund 8000 Menschen aus Marokko, darunter bis zu 2000 Minderjährige, übers Mittelmeer in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta zu gelangen: in Gummibooten oder eben schwimmend. Zahlreiche Menschen mussten aus den Fluten gerettet werden und erhielten Hilfe durch die Rettungskräfte.

„Wie eine Autobahn auf dem Meer“ – so beschrieb die spanische Zeitung „El País“ die teils dramatischen Bilder.

Nach 2 chaotischen Tagen beruhigte sich am Mittwoch die Lage. 4800 Menschen wurden abgeschoben.

lmn/vs