Freitag, 22. März 2019

Frühjahrsputz fordert jährlich 4000 Schwerverletzte

Der Frühjahrsputz in heimischen Haushalten hat in Österreich jedes Jahr Tausende Schwerverletzte zur Folge.

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 In den kommenden Wochen bis Ende Mai müssen rund 4000 Personen deshalb im Spital behandelt werden, prognostizierte das österreichische Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Freitag. Die häufigsten Verletzungen sind Knochenbrüche, offene Wunden, Sehnen- und Muskelverletzungen sowie Prellungen.

„Das Reinigen der Wohnung klingt nach einer harmlosen Tätigkeit - tatsächlich verletzten sich allerdings im Vorjahr in Österreich insgesamt rund 21.400 Personen bei Reinigungsarbeiten im Haushalt so schwer, dass sie zur Behandlung ins Krankenhaus mussten“, erläuterte KFV-Experte Armin Kaltenegger. Besonders hoch ist das Verletzungsrisiko für Personen ab einem Alter von 65 Jahren.

Die meisten Verletzungen beim Haushaltsputz passieren durch Stürze (71 Prozent), scharfe Gegenstände (12 Prozent) sowie Zusammenstöße mit anderen Objekten oder Personen (11 Prozent). Besonders häufig sind Leiterstürze, Ausrutschen auf nassem Boden sowie Stürze über Stufen. Der Staubsauger gehört zu den häufigsten unfallverursachenden Haushaltsprodukten.

”In der vertrauten Umgebung geht man oft besonders unvorsichtig vor und steigt z.B. aus Bequemlichkeit auf das Fensterbrett anstatt eine Leiter zu benutzen. Wer sich mit potenziellen Gefahrenquellen auseinandersetzt senkt sein Unfallrisiko wesentlich”, empfahl Kaltenegger.

apa

stol