Samstag, 04. Februar 2017

Gasaustritt in Milland: Mutter und zwei Kinder rechtzeitig gerettet

In Milland bei Brixen sind am späten Samstagnachmittag eine Mutter und ihre zwei Kinder vermutlich nur knapp dem Tod entronnen. In ihrer Wohnung war aus einem defekten Heizofen unbemerkt Gas ausgetreten. Die drei wurden mit einer schweren Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, sollen aber außer Lebensgefahr sein.

Das Leck wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Milland geschlossen und die Wohnung durchlüftet. - Foto: FF Milland
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Das Leck wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Milland geschlossen und die Wohnung durchlüftet. - Foto: FF Milland

Nicht auszumalen was passiert wäre, wenn der Ehemann und Vater nicht zufällig von der Arbeit nach Hause gekommen wäre. Er fand eine verschlossene Haustür vor, auf sein Klingeln wurde nicht reagiert. Sofort alarmierte er die Rettungskräfte. Weil er sich aber zu große Sorgen um seine Familie gemacht hatte, schlug er ein Fenster ein, betrat die Wohnung auf diesem Wege und fand seine bereits bewusstlose Familie vor.

Beherztes Eingreifen rettet Familie vermutlich das Leben

Der Mann brachte seine Frau und die beiden Kinder aus der Wohnung an die Frischluft und rettete ihnen durch sein beherztes Eingreifen vermutlich das Leben. "Die Frau und die Kinder wären wohl nicht mehr zu retten gewesen", heißt es aus dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr von Milland.

Nach dem Eintreffen des Weißen Kreuzes wurden die Frau und die Kinder erstversorgt und ins Krankenhaus von Brixen gebracht. Sie haben eine schwere Kohlenmonoxidvergiftung erlitten, sollen aber außer Lebensgefahr sein. Auch der Vater verletzte sich bei seiner Rettungsaktion leicht am Arm und wurde ebenfalls verarztet.

Immer wieder Tote durch Kohlenmonoxidvergiftung

Das gefährliche an einer Kohlenmonoxidvergiftung ist, dass die Betroffenen meist nichts davon mitbekommen. "Übelkeit und Kopfschmerzen sind übliche Symptome, die oft fälschlicherweise als Grippe interpretiert werden. Wenn sich die Personen dann hinlegen wollen, um die vermeintliche Grippe auszukurieren, ist es oft schon zu spät", erklärt ein Wehrmann der Feuerwehr Milland. Immer wieder sterben Menschen an einer Kohlenmonoxidvergiftung. Auch in Südtirol.

Die Freiwillige Feuerwehr von Milland machte sich mit einem Gasspürgerät auf die Suche nach dem Austrittsort des Gases und konnte diesen schließlich bei einem defekten Heizofen lokalisieren. Der Ofen wurde ausgeschaltet, die Wohnung durchlüftet. Im Einsatz standen auch die Carabinieri.

stol/bfk

stol