Dienstag, 22. November 2016

Geburtenstation in Schlanders ist gerettet

Was Innichen und Sterzing verwehrt geblieben ist, hat in Schlanders doch noch geklappt: Die Geburtenabteilung im Krankenhaus des Vinschger Hauptortes ist gerettet und bleibt bestehen.

Die Geburtenstation in Schlanders bleibt.
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Die Geburtenstation in Schlanders bleibt. - Foto: © shutterstock

Die Geburtenstation im Schlanderser Krankenhaus ist gerettet. In Rom wurde einer Ausnahmeregelung stattgegeben. 

„Einstimmig“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher, gab die staatliche Geburtenkommission in Rom grünes Licht für eine Ausnahmeregelung zum Erhalt der Geburtshilfe Schlanders.

Geographische Lage ausschlaggebend für Entscheidung

Entsprechende Erleichterung herrscht im Vinschgau. Schwierig sei jedoch noch die Personal-Frage. Die Personaldecke sei knapp, man kämpfe um die Abdeckung aller Dienste. 

„Wir sind erleichtert, dass wir mit unseren Argumenten die Behörden in Rom überzeugen und die Geburtenstation in Schlanders erhalten konnten“, kommentierte Landesrätin Martha Stocker die gute Botschaft aus Rom am Dienstag.

Ausschlaggebend für den Beschluss des „comitato percorso nascita nazionale“ war – so im zugestellten Sitzungsprotokoll „einzig und allein die orographische Lage“. Die Fahrtzeiten für werdende Mütter liegen derzeit im Falle der weitesten Anreise aus Langtaufers etwas unter eine Stunde und hätten sich mit einer Fahrt in das Krankenhaus Meran auf über eineinhalb Stunden erhöht.

24-Stunden-Aktivdienst für die Sicherheit von Mutter und Kind

Die Ausnahmegenehmigung für Schlanders wird dabei unter zwei Bedingungen gewährt: Das gesamtstaatliche Geburtenkomitee legt dem Land Südtirol ein Organisationsmodell nahe, das auf eine enge Zusammenarbeit mit einer nahegelegenen Geburtenstation – in diesem Fall am Krankenhaus Meran – mit mehr als 1000 Geburten pro Jahr und einem Austausch der medizinischen Fachkräfte gründet.

Zudem muss zur Sicherheit von Mutter und Kind ein 24-Stunden-Aktivdienst der vier Berufsgruppen (Hebamme, Gynäkologe, Anästhesist und Kinderarzt) gewährleistet sein. „Unser vordergründiges Anliegen, gebärenden Frauen und Neugeborenen weiterhin die größtmögliche Sicherheit und eine angemessene Versorgung zu bieten, werden wir auch weiterhin verfolgen“, so Landesrätin Stocker.

stol 

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stol