Samstag, 10. Oktober 2015

Gefährliche Beute: Mann stiehlt Pistolen

Die Staatspolizei von Bozen konnte am Freitag einen mutmaßlichen Dieb ausfindig machen, der für einen Einbruch im September verantwortlich sein soll.

Die Beute: Eine alte Beretta und eine Springfield. - Foto: Quästur Bozen
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Die Beute: Eine alte Beretta und eine Springfield. - Foto: Quästur Bozen - Foto: © STOL

Der Einbruch, der dem Tunesier vorgeworfen wird, ereignete sich am 14. September im Bozner Stadtviertel Rentsch. Zwei Männer wurden gegen 21.30 Uhr dabei beobachtet, wie sie auf den Balkon einer Wohnung in der Rentschnerstraße kletterten.

Sofort wurden die Einsatzkräfte alarmiert. Allerdings nicht schnell genug: Den Tätern gelang die Flucht.

Gefährliche Beute

Die Beute der beiden fiel allerdings spärlich aus: So fehlten ersten Informationen der Polizei zufolge lediglich ein Aufladegerät und Bargeld im Wert von 20 Euro. Auf den zweiten Blick bemerkte der 27-jährige Bestohlene, dass auch zwei Pistolen fehlten. Dabei handle es sich um Erbstücke, die illegal in seinem Besitz waren.

Fingerabdrücke geben Aufschluss

Im Zuge der Ermittlungen, die am Samstag auf einer Pressekonferenz in der Bozner Quästur vorgestellt wurden, fanden die Beamten Fingerabdrücke auf dem Balkon. Einige davon stimmten mit jenen eines jungen Tunesiers überein, den die Einsatzkräfte am besagten Tag kurz zuvor nahe der Rittner Seilbahn aufgehalten hatten.

Der bereits aktenkundige 21-Jährige konnte zu dem Zeitpunkt nur eine verfallene Aufenthaltsgenehmigung vorweisen.

 

Der festgenommene Belhiba Wael - Foto: Quästur Bozen

Pistolen bereits versteckt 

Die Staatspolizei konnte den mutmaßlichen Täter am Freitag in der Bozner Parmastraße festnehmen. Allerdings hatte er sich des Diebesguts bereits entledigt. In einer großangelegten Suchaktion wurden schließlich die Pistolen gefunden.

Eine davon befand sich unterhalb der Talferbrücke, die andere war am Bahnhofsgelände in Bozner Boden vergraben worden.

Suche nach Komplizen läuft

Während sich einer der mutmaßlichen Täter nun wegen erschwerten Diebstahls und illegalen Waffenbesitzes in Haft befindet, wird sein Komplize immer noch gesucht. „Es gibt bereits einen Verdacht und wir werden nun alles dafür tun, den zweiten Täter so schnell wie möglich ausfindig zu machen“, erklärte Giuseppe Tricarico, Leiter der Fahndungsabteilung der Bozner Quästur am Samstag auf der Pressekonferenz.

Weiters wird untersucht, ob die Pistolen nach dem Diebstahl verwendet worden sind.

stol/cmp

stol