Montag, 05. Januar 2015

Gröden: Lieferwagen gerät ins Rutschen, Fahrer springt raus

Glück im Unglück hatte am Sonntagabend der Lenker eines von der Seiser Alm Richtung Gröden talwärts fahrenden Lieferwagens. Geistesgegenwärtig sprang er aus seinem seitwärts rutschenden Fahrzeug, ehe dieses über den Straßenrand kippte. Die Bergung des Fahrzeuges gestaltete sich auf der spiegelglatten Straße als sehr schwierig.

Der Lieferwagen blieb in der steilen Böschung seitlich gekippt liegen. (Foto: pas)
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Der Lieferwagen blieb in der steilen Böschung seitlich gekippt liegen. (Foto: pas)

Die Freiwillige Feuerwehr Runggaditsch musste am Sonntagabend zu einem außergewöhnlichen Einsatz ausrücken. Gegen 20.20 Uhr war ein Fahrzeug von der Straße zwischen Monte Piz und Pufels im Gemeindegebiet Kastelruth abgekommen.

"Der von der Seiser Alm kommende Lieferwagen war auf der spiegelglatten Straße ins Rutschen gekommen. Der Fahrer konnte sich im letzten Moment mit einem Sprung aus dem Fahrzeug retten und blieb dabei glücklicherweise unverletzt. Das Auto schlitterte einige Meter weiter und stürzte dann über die Böschung in den darunterliegenden Wald, wo es von den Bäumen aufgefangen wurde und auf der Seite liegen blieb. Der Fahrer konnte selbst den Notruf absetzen", erklärte Vizekommandant Thomas Rabanser.

Bergung dauerte drei Stunden

Die von der Landesnotrufzentrale alarmierte Feuerwehr verständigte ihrerseits den Straßendienst der Gemeinde Kastelruth, um die Straße mit Schotter und Salz besser befahrbar zu machen und um ein sicheres Arbeiten der 21 im Einsatz stehenden Wehrmänner auf dem glatten Untergrund zu gewährleisten.

"Nur mit Schneeketten auf allen vier Rädern war es überhaupt möglich, bis zur Einsatzstelle zu kommen. Erst nachdem die Straße eingestreut war, konnte man an die schwierige Bergung des verunglückten Fahrzeuges gehen, welche insgesamt drei Stunden gedauert hat" erklärte Rabanser weiter. 

Mittels drei Greifzügen und der Seilwinde des Tanklöschfahrzeuges konnte der Lieferwagen schließlich zuerst auf die Räder und anschließend wieder behutsam über die steile Böschung auf die Straße gezogen werden. Das Fahrzeug wurde schließlich dem Abschleppdienst übergeben.

"Der Fahrer hatte wirklich großes Glück im Unglück, unverletzt davon gekommen zu sein. Schon der Sprung aus dem rutschenden Auto auf die vereiste und enge Straße in der Dunkelheit hätte zu Verletzungen führen können. Kaum auszudenken, wenn der Fahrer im Auto eingeklemmt worden wäre. Auch der Handyempfang in diesem Teilbereich war sehr schwach, somit hätte die Alarmierung der Rettungskräfte schwierig sein können", sagte Rabanser abschließend.

pas

stol