Dienstag, 22. November 2016

Häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu

Die Euregio-Sensibilisierungskampagne "Gemeinsam stoppen wir Gewalt gegen Frauen“ ist am Dienstag vorgestellt worden.

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Foto: © shutterstock

Häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu und kennt keine geographischen Grenzen. Sie beschränkt sich nicht auf ein bestimmtes Alter oder eine bestimmte Hautfarbe und betrifft alle Arten familiärer Beziehungen und soziale Klassen. Statistiken zeigen, dass 12 bis 15 Prozent der Frauen in Europa jeden Tag Opfer häuslicher Gewalt sind. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten Menschenrechtsverletzungen weltweit und muss auch in der Europaregion bekämpft werden.

Die drei Landesrätinnen Martha Stocker aus Südtirol, Sara Ferrari aus dem Trentino, Christine Baur aus Tirol, Euregio-Generalsekretärin Valentina Piffer und Amtsdirektorin Petra Frei haben in Bozen die Euregio-Sensibilisierungskampagne "Gemeinsam stoppen wir Gewalt gegen Frauen" vorgestellt.

Plakataktion

Eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe hat in den vergangenen Monaten eine Plakataktion zum Thema vorbereitet, die in allen drei Ländern der Europaregion anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen anlaufen wird. Betroffene und Mitwissende sollen angeregt werden, aktiv Hilfe zu suchen und Übergriffe zu melden.

Appell an die Zivilcourage

"Es ist vor allem ein Appell an die Zivilcourage der Bevölkerung, denn Gewalt in der Familie ist ein Problem, das alle angeht und dessen Überwindung einen kulturellen Wandel voraussetzt", unterstreicht Südtirols Landesrätin für Chancengleichheit, Martha Stocker. 

stol